21.02.2017

Leserbrief

Verfahren beginnt ganz von vorne

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Was hat der Regionalverband mit der Süderweiterung am Plettenberg zu tun? Bisher sind die Flächen im Süden des Plettenbergs Sicherungsgebiet für Rohstoffe. Dieses Gebiet soll in einem Änderungsverfahren des Regionalplanes in ein Abbaugebiet umgewandelt werden. Das Verfahren dauert nun seit Herbst 2014 an. Jetzt wurde vom Regionalverband der Standort Dotternhausen Plettenberg aus dem Planänderungsverfahren des Regionalverbandes herausgenommen. Diese Entscheidung fiel offensichtlich, weil sich auch nach längerem Warten keine Entscheidung über die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet von Flächen auf dem Plettenberg ergeben hat. Das Planänderungsverfahren wurde dadurch verzögert und es kann auch in nächster Zeit keine genaue Aussage über den weiteren zeitlichen Verlauf gemacht werden.
Was bedeutet dies für die weitere Vorgehensweise im Genehmigungsverfahren? Mir wurde mitgeteilt, dass das bisherige Planänderungsverfahren eingestellt wurde. Fast alle bisherigen Aktivitäten werden nicht mehr anerkannt und somit beginnt das Verfahren zur Änderung des Regionalplanes beim Regionalverband ganz von vorne. Nach bisherigem Stand kann mit einer erneuten Bearbeitungsdauer bis zum Satzungsbeschluss durch den Regionalverband von mindestens 15 Monaten gerechnet werden. Erst nach dem Satzungsbeschluss des Regionalverbandes beginnt das Genehmigungsverfahren über die Art und Weise des Abbaus. Dieses Verfahren wird voraussichtlich weitere zwölf Monate dauern. Also kann frühestens nach 27 Monaten mit einer Genehmigung zum Kalksteinabbau im Bereich der Süderweiterung auf dem Plettenberg gerechnet werden.
Nach Aussagen von Holcim ist es notwendig, das Abbaugebiet der Süderweiterung im Jahr 2018 zu nutzen, um den Mix des Gesteins, der für die Qualität des Zements notwendig ist, zu gewährleisten. Was nun? Der Ortenberg bei Deilingen? Die Hürde, dort einen Steinbruch für den Kalksteinabbau neu zu schaffen, ist bedeutend höher als die bisherige Hürde, die es bei dem Antrag der Süderweiterung gibt. Auch auf dem Ortenberg gibt es Naturschutzgebiete und Biotope. Der Abstand zu den Gemeinden ist nur ein Bruchteil der Entfernung der angrenzenden Gemeinden zum Plettenberg.
Dietmar Walter
Schömberger Straße 35,
Ratshausen

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Plettenbergabbau.

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