31.01.2017

Leserbrief

Ursache und Wirkung verwechselt

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Landrat Pauli berichtete einleitend zur Bürgerversammlung und wird in der Presse wie folgt zitiert: „Pauli zeigte keinerlei Verständnis dafür, dass Gemeinderat und Bürgermeisterin diffamiert und beleidigt würden“. Mit diesem Satz macht der Landrat die Bürger zu Tätern und sieht die Gemeindeleitung als Opfer. Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt.
Die Bürgerinitiative reagiert lediglich auf die Arbeitsweise der Gemeindeleitung. In der Gemeinde selbst gibt es noch weitere Vorgänge ohne Bürgerinitiative, die ähnlich gelagert sind und auch dem Landrat bekannt. Sach- und Personalprobleme lassen sich besser lösen indem man Ursachen beziehungsweise Schwachstellen erkennt und abstellt, und nicht wie aus dem Zitat erkennbar, mit dem „Finger in Richtung Bürger zeigt“. Das ist zwar bequem, aber nicht gerecht.
Weiter wird berichtet, dass die Firma Holcim in Kürze eine Informationsveranstaltung für die Bürger zum Thema Schadstoffemission plant. Die Umweltbehörden haben unter anderem mit Blick auf den VW-Abgasskandal deutlich gemacht, wie sehr sie mit ihrer Verantwortung, die Bürger wirksam zu schützen, überfordert sind.
Schon aus diesem Grund sollten die verantwortlichen Umweltbehörden anlässlich der geplanten Holcim-Informationsveranstaltung den qualifizierten Nachweis bringen, dass die Bürger im Zollernalbkreis durch Schadstoffemissionen des Zementwerks heute und zukünftig gesundheitlich nicht belastet werden.
Helmut Gimbel
Schafbergweg 1, Dotternhausen

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