13.12.2016

Leserbrief

Rücktritt war logische Konsequenz

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Rückzug der Dotternhausener Gemeinderäte Karl Haller und Siegfried Rall.
Wie aus der
Vor allem Karl Haller hat Dotternhausen in seiner beinahe 30-jährigen Gemeinderatstätigkeit durch seine konstruktive und sachliche Kritik einiges zu verdanken. Er hat die Vorschläge der Verwaltung kritisch hinterfragt und sich in komplexe Themen eingearbeitet. Auf seine Initiative wurden wichtige Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde getroffen. Die hohen Stimmenzahlen bei den Gemeinderatswahlen zeigen seine Beliebtheit. Die mehrfache Wahl zum stellvertretenden Bürgermeister war ein Ausdruck des Vertrauens.
Auf sein Einwirken hin wurde eine Bürgerinformation zum Kalksteinabbau abgehalten. Ebenfalls beantragte er eine Einwohnerversammlung, die auf Druck der Bevölkerung vom dritten Adventssamstag auf Ende Januar verlegt wird.
Siegfried Rall hat sich durch sein Fachwissen in die Gemeindepolitik eingebracht. Auch er musste feststellen, dass dies nicht gefragt ist. Vor allem beim Thema Kalksteinabbau standen Karl Haller und Siegfried Rall mit ihren Meinungen alleine da. Zu stark war der Druck von der Gemeindeverwaltung und von Holcim. Der Rücktritt war somit eine logische Konsequenz.
Die Bürger für einen verträglichen Kalksteinabbau spüren dies tagtäglich. Auf die Initiative dieser Bürger wurde bereits ein runder Tisch mit dem Gemeinderat durchgeführt. Dieselben Bürger haben zur Befriedung in der Gemeinde einen runden Tisch noch vor Weihnachten beim Landratsamt vereinbart, bei dem Landrat Pauli vermitteln soll.
Leider verwehrt die Gemeindeverwaltung diesen Bürgern eine Einsichtnahme in Verträge zum Kalksteinabbau sowie in öffentliche Gemeinderatsprotokolle bis Ende Januar 2017. Dann ist der runde Tisch beim Landratsamt sowie die Einwohnerversammlung Ende Januar 2017 vorbei. So sieht in Dotternhausen eine angeblich ehrliche Bürgerinformation aus?
Otto Scherer
Zinkenstraße 6/2, Dotternhausen

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Weihnachten, Wahlen, Politik.

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