12.11.2016

Leserbrief

Die Bürger miteinbeziehen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.
 
Entscheidung über die Grenzen der Süderweiterung des Dotternhausener Kalksteinbruchs.
Die Entscheidung
Wie groß das Interesse der Bevölkerung ist, zeigte sich bei der überwältigenden Beteiligung an dem Bürgerbegehren. Diese Unterstützung ist auch aus der Presseverlautbarung des Landratsamtes zu entnehmen, das einer Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes nur zustimmen wird, wenn vorher die Abbaugrenzen feststehen. Die Herausnahme der vorgesehenen Abbauflächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ist somit entgegen der Aussage von Holcim mehr als ein formal juristischer Akt. Wichtig ist auch die Höhe der Vergütung für den Kalksteinabbau an die Gemeinde. Diese neue Vergütung muss vor der Festlegung der Abbaugrenzen ausgehandelt sein.
Wenn auch Holcim immer wieder betont, dass der Betrieb Gewerbesteuer an die Gemeinden bezahlt, so kann das zwar grundsätzlich stimmen. Durch den Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der Holcim-Beteiligung Deutschland ist dies jedoch nur ein verschwindend kleiner Betrag. Bei den Gewinnen von Holcim in Dotternhausen müsste das Gewerbesteueraufkommen in Dotternhausen von allen Betrieben nicht bei 450 000 Euro liegen, sondern bei circa zwei Millionen Euro.
Jährlich werden über 300 000 Tonnen Zement und gebrannter Ölschiefer von Holcim nach Österreich, Frankreich und die Schweiz exportiert. Laut Holcim gehören diese Länder auch zur Region. Wenn auf diese Exporte verzichtet würde, hätten wir nicht die gewaltig angestiegene Luftverschmutzung, was die Gesundheit der Bürger massiv gefährdet. Hinzu kommt der Einsatz von 100 Prozent sogenannter Ersatzbrennstoffe, die unsere Atemluft mit der veralteten Filtertechnik nicht verbessern.
Otto Scherer
Zinkenstraße 6/2, Dotternhausen

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter