Feuerwehr
Die Feuerwehr war in Nusplingen im Einsatz. Foto: Katja Weiger
Die Feuerwehr war in Nusplingen im Einsatz. Foto: Katja Weiger
Die Feuerwehr war in Nusplingen im Einsatz. Foto: Katja Weiger
Die Feuerwehr war in Nusplingen im Einsatz. Foto: Katja Weiger

Nusplingen, 21.09.2016

Trinkwasser in Nusplinger Kernort verunreinigt

Leitungswasser muss abgekocht werden

Wie die Gemeinde Nusplingen mitteilt, wurde das Trinkwasser im Kernort durch Bakterien verunreinigt. Bis es Entwarnung gibt, muss das Wasser abgekocht werden.

Wie Nusplingens Bürgermeister am Mittwochnachmittag unserer Zeitung mitteilte, waren die Verunreinigungen bei Wasserproben, bemerkt worden. In den Wasserproben wurden Escherichia-coli-Darmbakterien festgestellt; die mikrobiologischen Grenzwerte leicht überschritten.

Direkt nach Bekanntwerden der Verunreinigung fuhren Polizei und Feuerwehr durch den Ort und gaben über Lautsprecher Warnungen an die Bevölkerung aus. „Wir gehen auch von Tür zu Tür, um die Anwohner zu informieren“, erklärt Nusplingens Bürgermeister Jörg Alisch, der aber auch keine Panik heraufbeschwören möchte: „Das sind Vorsichtsmaßnahmen zum vorbeugenden Gesundheitsschutz.“

Das Trinkwasser im Nusplinger Kernort muss abgekocht werden.
Das Trinkwasser im Nusplinger Kernort muss abgekocht werden. Foto: Benno Schlagenhauf

Solange bis weitergehende Untersuchungen Entwarnung geben, muss das Trinkwasser im Kernort abgekocht werden. „Das Problem betrifft ausschließlich das Trinkwasser im Kernort. Die Hohenberg-Wassergruppe ist von der Verunreinigung nicht betroffen“, so Alisch.

Zu Ursprung der Verunreinigung und der Dauer des Abkochgebots konnte Alisch noch keine Angaben machen. Wie das Gesundheitsamt des Zollernalbkreises auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, sei die Verunreinigung des Trinkwassers bei einer routinemäßigen Beprobung eines externen Labors festgestellt worden, welche bei Gemeinden in der Größe von Nusplingen mindestens viermal im Jahr angestellt werden.

In der Trinkwasserprobe wurden zwei Darmbakterien gefunden. „Das ist eine relativ geringe Menge, bei gesunden Menschen wird es wahrscheinlich gar keine Folgen haben, wenn sie davon trinken“, erklärt Horst Schneider vom Gesundheitsamt. Säuglinge, ältere Menschen und solche die anderweitig anfällig sind, könnten jedoch auch bei einer geringen Verunreinigung über Durchfallsymptome klagen.

Auch bei offenen Wunden ist Vorsicht geboten, denn über die Hautöffnungen könne das Darmbakterium – etwa beim Waschen und Duschen – in den Körper gelangen.

Der ZAK bei WhatsApp

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter