Bürgerbegehren ist Neuland
Wie wird der Kalkstein auf dem Plettenberg abgebaut und wie sieht es mit der Rekultivierung aus? Kürzlich besuchten 40 Interessierte im Rahmen einer öffentlichen Führung der Firma Holcim Süddeutschland den Dotternhausener Steinbrauch. Hans Offenwamger vom Büro Trenkle zeigte den Besuchern die rekultivierten Flächen sowie die lebenden Tiere und Pflanzen.
Wie wird der Kalkstein auf dem Plettenberg abgebaut und wie sieht es mit der Rekultivierung aus? Kürzlich besuchten 40 Interessierte im Rahmen einer öffentlichen Führung der Firma Holcim Süddeutschland den Dotternhausener Steinbrauch. Hans Offenwamger vom Büro Trenkle zeigte den Besuchern die rekultivierten Flächen sowie die lebenden Tiere und Pflanzen. Foto: Lydia Wania-Dreher
Wie wird der Kalkstein auf dem Plettenberg abgebaut und wie sieht es mit der Rekultivierung aus? Kürzlich besuchten 40 Interessierte im Rahmen einer öffentlichen Führung der Firma Holcim Süddeutschland den Dotternhausener Steinbrauch. Hans Offenwamger vom Büro Trenkle zeigte den Besuchern die rekultivierten Flächen sowie die lebenden Tiere und Pflanzen.
Wie wird der Kalkstein auf dem Plettenberg abgebaut und wie sieht es mit der Rekultivierung aus? Kürzlich besuchten 40 Interessierte im Rahmen einer öffentlichen Führung der Firma Holcim Süddeutschland den Dotternhausener Steinbrauch. Hans Offenwamger vom Büro Trenkle zeigte den Besuchern die rekultivierten Flächen sowie die lebenden Tiere und Pflanzen. Foto: Lydia Wania-Dreher

Dotternhausen, 26.08.2016

Bürgerbegehren ist Neuland für Dotternhausen

Dotternhausener Gemeinderat wird am 5. Oktober über die Zulässigkeit entscheiden

Dotternhausens Bürgermeisterin räumt es unumwunden ein: „Ein Bürgerbegehren ist Neuland für unsere Gemeinde.“ Deshalb werde sich die Verwaltung Unterstützung vom Kommunalamt holen.

Es bleibt bewegt in der Gemeinde, auch in der Ferienzeit herrschte keine Ruhe an der „Plettenbergfront“. Wie im ZAK berichtet, übergab am 9. August eine Gruppe von Dotternhausener Bürgern einen dicken Ordner mit 402 Unterschriften an Hauptamtsleiterin Jessica Antompietri. Bürgermeisterin Monique Adrian war nicht da.

Über ein Fünftel der Dotternhausener hat damit das Bürgerbegehren gegen den Gemeinderatsbeschluss vom 29. Juni unterschrieben, in dem das Gremium der geplanten Aufhebung des Landschaftsschutzgebiets Großer Heuberg auf der Plettenberghochfläche mehrheitlich zugestimmt hat. Die Aufhebung ist Voraussetzung für die geplante Süderweiterung des Abbaugebiets der Firma Holcim.

Bürgerbegehren ist Neuland für Dotternhausen
Foto: Lydia Wania-Dreher

„Das Quorum ist ja erreicht“, sagt Adrian, die nach ihrem Urlaub seit Montag wieder im Rathaus ist. Vorgegeben ist auch, dass die Gemeinde bis zum 9. Oktober eine Entscheidung treffen muss. „Wir haben zwei Monate Zeit, das sieht die Frist vor.“ Alles andere aber ist für die Rathauschefin und den Gemeinderat keine Routine mehr. Deshalb werde die Verwaltung Unterstützung vom Kommunalamt anfordern, sagt Adrian.

„Wir möchten in dem Verfahren nichts falsch machen und es sauber aufarbeiten“, betont sie. Sie könnte sich vorstellen, dass ein Vertreter der Fachbehörde der Gemeinderatssitzung am 5. Oktober beiwohnt, wenn der Gemeinderat über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens befinden wird. Adrian sagt, dass sie nicht damit gerechnet hat, dass die Abbaugegner ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen würden. „Aber es ist legitim und wir werden es abwickeln“, so ihre Aussage. Und das könnte dann bedeuten, dass die Gemeinde unterm Plettenberg das erste Bürgerbegehren in ihrer Geschichte durchführen wird.

Bürgerbegehren ist Neuland für Dotternhausen
Foto: Lydia Wania-Dreher

Eine Hoffnung, die Norbert Majer, einer der Initiatoren des Bürgerbegehrens, hat. „Wir sind guter Dinge“, meint der Dotternhausener, der gemeinsam mit Günter Schäfer, Otto Scherer und Margit Scherer für die Aufhebung des Gemeinderatsbeschluss kämpft. Die Zahl der Unterschriften sei auf 420 angewachsen, sagt er. Für ihn ein deutliches Zeichen, dass die Initiative auf dem richtigen Weg ist.

Das würden ihnen auch die vielen positiven Reaktionen bestätigen. Einen Plan B gibt es auch schon. „Sollte der Gemeinderat nicht einlenken, werden wir einen Bürgerentscheid anstreben“, sagt Majer.

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