22.07.2016

Leserbrief

Grüner Landesvater soll sich einmischen

 

Man gewinnt den Eindruck, der Plettenberg sei doch nicht so ganz Teil der Schwäbischen Alb. Bei Fragen an die Unesco oder auch andere Institutionen, bezüglich einer Renaturierung, heißt es dann nur „Die Kontrolle obliegt den Behörden“. Wo waren den diese Behörden die letzten Jahrzehnte? Warum haben diese die Renaturierung nicht überprüft oder mal dafür gesorgt, dass diese auch umgesetzt wird? Auf dem Plettenberg hätte laut Verträgen sukzessive die Renaturierung durchgeführt werden sollen. Das erste Mal, dass ich Überhaupt von einer Renaturierung hörte, war 2014.

Ebenso wird Holcim als „Beispiel für die Übernahme von Verantwortung gegenüber der nächsten Generation“ genannt. Unglaublich, wenn man nur an die vielversprechenden Worte von der letzten Versammlung in Dotternhausen denkt. Hier wurde den Bürgern versucht glaubhaft zu machen, dass bei einer Steigerung von 40 Prozent Müllverbrennung, die Emissionen/Immissionen nicht steigen sondern geringer werden. Schön und sicherer würde man sich fühlen, wenn ein Zementwerk die selben Vorschriften und Filteranlagen hätte, wie eine Müllverbrennungsanlage.

An dieser Stelle erwartet so mancher von unserem grünen Landesvater, sich endlich mal für uns, das Volk, eine saubere Luft und Umwelt und eben seinen Plettenberg einzusetzen.

Derzeit wird das Verfahren des Unesco-Geoparks neu aufgesetzt. Vorsicht ihr Lieben: Vielleicht bewirbt oder kauft sich die Bürgerinitiative für eine der nächsten Urkunden bei dieser Unesco ein. Das wäre mal eine Abwechslung, wenn die Bürgerinitiative für ihre Arbeit eine Urkunde bekommt. Verdient hätte sie es. Ob sie eine solche Urkunde annehmen würde, ist zweifelhaft.

Roland Eppler, Vor Tannen 14,
Spaichingen

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