28.06.2016

Leserbrief

'S hat a Gschmäckle

 

In den letzten Wochen kamen wieder einige Berichte zum Kalksteinabbau auf dem Plettenberg. Der Regionalverband möchte gerne das Gebiet im Süden des Plettenbergs vom bisher deklarierten Sicherungsgebiet für Rohstoffe in ein Abbaugebiet für Rohstoffe umwandeln. Dies ist eine der Voraussetzungen, damit das Unternehmen Holcim Süddeutschland einen Antrag beim Landratsamt Zollernalb auf Kalksteinabbau in diesem Gebiet stellen kann.

In diesem Verfahrensschritt wurde nun festgestellt, dass das bisherige Abbaugebiet mit einer Größe von etwa 60 Hektar im Landschaftsschutzgebietes „Großer Heuberg“ , das 1984 festgelegt wurde, enthalten ist. Eine Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet wäre schon zum damaligen Zeitpunkt erforderlich gewesen, um den Abbau von Rohstoffen zu genehmigen.

Hat das Landratsamt Zollernalb damals eine Sondergenehmigung ausgestellt, damit die Genehmigung erteilt werden konnte? Bei den Recherchen in den Verträgen zum Kalksteinabbau auf dem Plettenberg habe ich leider bisher keinerlei Anzeichen dafür gefunden.

Nun soll es eine Erweiterung des Anbaugebiets um 18 Hektar auf dem Plettenberg geben, obwohl das Landratsamt Zollernalb nicht einmal genau weiß, ob das bestehende Abbaugebiet bisher rechtssicher genehmigt wurde. Ich bin mir nach diesen Vorkommnissen nicht mehr sicher, ob diese Institution die Bevölkerung im Zollernalbkreis mit fast 190 000 Einwohnern glaubwürdig vertreten kann.

Dietmar Walter
Schömberger Straße 35
Ratshausen

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