16.06.2016

Leserbrief

Das wäre ein Skandal für alle Beteiligten

 

Ja, wieder einmal ist das Thema Plettenberg zu Recht im ZAK am 10. Juni in einem Artikel in den Fokus der Allgemeinheit gerückt.

Wenn ich das richtig verstanden habe, müsste man der Bürgermeisterin noch danken für ihre schönen Worte zur Erhaltung und Pflege unserer Landschaft und deren abwechslungsreiches Bild seltener Vielfalt und Schönheit.

Ich verstehe nur nicht, warum sie auch so schöne Worte über die bemerkenswerte Vegetation und Fauna ausspricht? Ist es doch die Bürgermeisterin, die sich sonst so für die totale Zerstörung und den Abbau auf dem Plettenberg ausgesprochen hat und sich so für Holcim einsetzt.

Dem Bericht kann man auch entnehmen, dass die Entnahme von Gestein von Schömberg bis Meßstetten verboten ist, wenn die untere Naturschutzbehörde nicht zustimmt. Hier ein Aufruf an die untere Naturschutzbehörde: Machen sie Ihrem Namen mal alle Ehre und beschützen sie unsere Natur auf dem Plettenberg.

Ebenso wäre es schön, mal zu sehen, dass sich der Regionalverband für Bürgerinnen und Bürger und die Natur einsetzt. Sollte es stimmen, dass auf dem Plettenberg abgebaut wurde, ohne dass die bereits abgebaute Fläche je aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen worden ist, wäre dies ein Skandal für alle Beteiligten und eine Schmach für jeden braven Steuerzahler. Sollte auf dem Plettenberg illegal abgebaut werden, dürfte dies aber auch die Staatsanwaltschaft interessieren.

Ebenfalls interessant wäre es für die Allgemeinheit, dass auf dem Plettenberg möglicherweise illegale Bohrungen gemacht wurden. Derzeit macht ein kurzes Video vom Plettenberg die Runde, bei der ein Stein in eines von drei Bohrlöcher geworfen wird. Dieser Stein braucht etwa zehn Sekunden, bis er durch dieses Loch fällt, dann in einen höhlenartigen Raum mit Wasser einfällt und dann ein Echo von Wasserrauschen verursacht.

Weder von diesen Höhlen, noch von Bohrungen ist das LRA laut Fragenkatalog der Bürgerinitiative informiert. Diese Höhlen liegen kurz vor der geplanten Süderweiterung über einer Quellfassung. Sollten diese Höhlen durch Holcim weggesprengt werden, bin ich gespannt, welche Auswirkungen es auf die Quellen hat.

Wasser, das sich durch Regen sammelt und langsam wieder in Form einer Quelle abgegeben wird – Perfekt, wie sich Mutter Natur solche Phänomene erdacht hat. Unglaublich, sollte dies durch Holcim und alle Befürworter der Erweiterung des Abbaus auf dem Plettenberg einfach so zerstört werden.

Roland Eppler
Vor Tannen 14
78549 Spaichingen

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