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Dieses Foto ist eine Montage. Dennoch blieb Szwed bis zuletzt bei seiner Version, den Südpol in Rekordzeit erreicht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält das für eine Lüge.
Dieses Foto ist eine Montage. Dennoch blieb Szwed bis zuletzt bei seiner Version, den Südpol in Rekordzeit erreicht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält das für eine Lüge.
Dieses Foto ist eine Montage. Dennoch blieb Szwed bis zuletzt bei seiner Version, den Südpol in Rekordzeit erreicht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält das für eine Lüge.
Dieses Foto ist eine Montage. Dennoch blieb Szwed bis zuletzt bei seiner Version, den Südpol in Rekordzeit erreicht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält das für eine Lüge.

Balingen, 19.04.2016

Balinger Extremsportler Martin Szwed: Staatsanwaltschaft stellt Betrugsverfahren ein

Ermittler sicher: Südpolexpedition war eine Lüge – Betrug an Sponsoren kann nicht nachgewiesen werden

Für die Staatsanwaltschaft Hechingen steht fest: Am Südpol war der Balinger Extremsportler Martin Szwed nie. Einen Betrug an seinen Sponsoren konnten die Ermittler ihm jedoch nicht nachweisen. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun eingestellt.

von StA/mwü  

Die Ermittler hatten Szwed Betrug zum Nachteil verschiedener Sponsoren zur Last gelegt. Szwed habe behauptet, alleine den Südpol in einer neuen Rekordzeit von 15 Tagen erreicht zu haben. Für die Staatsanwaltschaft Hechingen steht fest, dass der Sportler dabei gelogen hat.

Vielmehr habe der Beschuldigte in der Zeit vom 29.12.2014 bis 9.01.2015 an einer Expedition zur Besteigung des Mount Vinson in der Antarktis teilgenommen. Er behauptete dann, sich direkt im Anschluss an diese Expedition alleine auf den Weg zum Südpol gemacht und dafür 15 Tage gebraucht zu haben.

Vor der Expedition hatte Szwed seine Pläne für die geplante Südpolexpedition öffentlich gemacht und Sponsoren gesucht, unter anderem über eine Crowdfunding-Plattform. Darüber habe er wohl auch einige Ausrüster gefunden und geringe Bargeldbeträge in Höhe von insgesamt 858 Euro erhalten. Diese habe er zum größten Teil zurückerstattet, so Nicole Luther, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hechingen.

Weiter teilt die Staatsanwaltschaft mit: „Ein Betrug konnte ihm nicht nachgewiesen werden, da er zum Zeitpunkt der Sponsorensuche wohl ernsthaft vorhatte, die Expedition durchzuführen, dies aber letztlich aufgrund verschiedener Umstände nicht getan hat. Soweit Sponsoren befragt wurden, fühlten sie sich nicht betrügerisch geschädigt.“

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