04.03.2016

Leserbrief

Drohbriefschreiber darf sich gerne bei der BI melden

 

Der erste Drohbrief ist bei der BI Pro-Plettenberg eingegangen. Mit Beleidigungen, Drohungen und Vorwürfen sparte der anonyme Verfasser nicht. Da wir als politische Organisation eingestuft sind, sahen wir uns gezwungen, Anzeige zu erstatten. Die BI möchte Holcim zerstören, so die Anschuldigung. Eine BI zerstört einen Teil des weltgrößten Baustoffkonzerns. Sicher ringt dies, auch den Holcim Managern ein Lächeln ab. Angst wovor? „Holcim hält sich an Gesetze und Verträge“. Also vor was sollten sich die Beschäftigten fürchten?

Holcim Süd GmbH ist in der glücklichen Lage, satte Gewinne zu erwirtschaften. Also ist genügend Geld da, um mit verbessertem Umweltschutz die eigenen Mitarbeiter und die Bevölkerung vor giftigen Luftschadstoffen zu schützen. Besonders ist dies für die Mitarbeiter notwendig, haben diese doch vermutlich die höchsten Belastungen zu tragen. Im Gegensatz zu ihren Geschäftsführern, müssen diese täglich die gesundheitlichen Risiken tragen. Wie nötig es ist, moderne Luftreinhaltungstechnik einzubauen, belegt die Tatsache der steigenden Krebsraten. Da Holcim zirka 60 Prozent mehr Abgase als der gesamte Straßenverkehr im Zollernalbkreis ausstößt, ist diese Forderung sicher für jeden in der Region nachvollziehbar.

Wer möchte jetzt noch vom Verlust von Arbeitsplätzen sprechen. Natur- und Umweltschutz würde sogar Arbeitsplätze bei Holcim schaffen. Allerdings zu Lasten der Gewinne, an denen sich auch die schweizerischen Milliardäre laben. Mit denen hält sich unser Mitleid allerdings in Grenzen, um die Verantwortung der Arbeitsplätze bei Holcim sind wir uns bewusst.

Wenn jetzt der Verfasser des Drohschreibens noch Fragen hat, so darf er sich gerne bei uns melden, wir werden selbstredend die Anzeige zurückziehen und sehr gerne ein konstruktives Gespräch führen.

Martin Stussak
Sprecher BI Pro-Plettenberg
Römerweg 2, Schömberg

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