18.02.2016

Leserbrief

Generationsübergreifende Überwachung des Abbaugebiets

 

Wir werden uns auch in Zukunft Ziele setzen, die dem Erhalt des Erholungsgebiets Plettenberg dienen. Wir wünschen uns, in Gesprächen mit Ämtern, Firmen und der Bevölkerung Kompromisse zu finden, in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.

Nachdem wir die Abbauunterlagen des Steinbruchs auf dem Plettenberg von 1977 und 1982 ausgiebig gesichtet haben, gelten diese Vertragsdaten als Grundlage für die weiteren Gespräche. Sollten in den vergangen 39 Jahren Fehler gemacht worden sein, können diese nicht sofort rückgängig gemacht werden. Wir werden uns jedoch dafür einsetzen, dass die Umweltbeeinträchtigungen so gut wie möglich korrigiert werden und wieder eine harmonische Landschaft entsteht. Im Dialog wollen wir uns im Sinne der Einbindung der Bevölkerung dem Diskurs zur geplanten Süderweiterung stellen und unsere Vorstellungen in die Planung und Genehmigung einbringen. Die Abbaugrenzen und eine stetige Rekultivierung sind uns sehr wichtig. Vertragsverletzungen, die in der Vergangenheit gemacht wurden, dürfen nicht wieder auftreten. Um die ordnungsgerechte Einhaltung der Verträge zu kontrollieren, werden wir den Abbau auch in Zukunft genau verfolgen und Abweichungen zu den Verträgen sofort bei den verantwortlichen Stellen melden.

Wir streben eine generationenübergreifende Überwachung des Abbaugebiets bis 2055 an, da bis dahin laut Holcim der Abbau auf dem Plettenberg abgeschlossen sein wird. Durch eine notwendige Aufklärung über mögliche Gefahren, die der Kalksteinabbau auf birgt, möchten wir die Bevölkerung sensibilisieren.

Wir möchten unsere Mitbürger darauf hinweisen, dass Erdrutsche und Hochwasservorfälle im Oberen Schlichemtal sowie am westlichen und nördlichen Albtrauf mit dem Kalksteinabbau zunehmen könnten. Außerdem gilt es, das saubere Trinkwasser aus den Quellen der Wasserschutzgebiete für unsere Nachkommen zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, bedarf es einer wöchentlichen Kontrolle der Quellen auf Schüttung und Qualität, um die Belastung durch Schadstoffe auszuschließen. Des Weiteren gilt unsere Achtsamkeit den Sprengerschütterungen, die bisweilen von Mitbürgen als Verursacher von Schäden an Gebäuden verantwortlich gemacht werden. Wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob diese Erschütterungen in Zukunft Auslöser von Erdrutschen sein könnten und damit eine Gefahr für das Wohl unserer Mitbürger bedeuten.

Alle Aktivitäten von uns werden sich auf die Umgebung des Plettenbergs konzentrieren, eine Überprüfung der Abbaufirmen auf Luftschadstoffe und Umweltverschmutzung ist wünschenswert, jedoch für eine Arbeitsgruppe in diesem Umfang nicht zu stemmen. Die Themen reichen aus, um sich als Arbeitsgruppe effektiv damit auseinanderzusetzen.

Bernd Walter
Dietmar Walter
Schömbergerstr. 35, Ratshausen

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