23.12.2015

Leserbrief

Mit der Natur sorgsam wirtschaften

 

Viele Bürger verfolgen das Thema Holcim aufmerksam. Dem Großteil ist es aber auch mehr oder minder gleichgültig. Was Holcim macht, geht jedoch alle an. Die Natur gehört uns allen. Die Luft wird täglich bei der Verbrennung schwerst entsorgbarer und belasteter Abfälle unserer Gesellschaft, mit deren Hinterlassenschaften konfrontiert. Sie verteilt sich in alle Himmelsrichtungen, weit hinaus ins Land. Man sieht sie nicht und doch ist sie allgegenwärtig.

Es gibt noch viel Faktoren, welche mit der Herstellung von Zement verbunden sind. Positive und negative. Fast alles wurde über das Jahr hinweg schon mal angesprochen. Es gibt Schöneres, als sich gegen die Macht der Zementbranche, der Behörden, des Gesetzgebers, der Mitarbeiter fragend und fordernd zu stellen. Aber genau aus diesem Grund bin ich tätig und ist die BI-Pro Plettenberg entstanden. Wir recherchieren, ermitteln, führen Gespräche und stellen fest, was alles und wie es gespielt wird.

Wenn man hinterfragt, dann merkt man, es stinkt an allen Ecken und Enden. So wird man als engagierter Bürger immer weiter in die Sache hineingezogen und man kann fast nicht mehr aufhören, oder zusehen, wie alles läuft. Und so bleibt einem nichts anderes übrig als weiterzuforschen. Die BI tut alles ohne Eigennutz, nur zum Wohl unserer Mitbürger.

Aus unserer Sicht müssten sich noch viele bewegen. Das Volk muss sich empören. Friedlichen Widerstand leisten gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft. Wir haben schon etliches erreicht und veröffentlicht. Dass sich Holcim und viele durch uns gestört fühlen, ist verständlich. Andere dagegen sind wieder offen. Gesprächsbereitschaft nach deren Wünschen und Zielen wird von Holcim vorgegeben, ebenfalls das Motto: Wir haben nichts zu verbergen. Das haut dem Fass den Boden aus. Dazu könnte man und wird auch noch viel sagen.

Holcim geht nun in die Offensive, unter anderem weil die bisherigen Abbauzeiten an sechs Tagen von 6 bis 21.30 Uhr nicht ausreichen und nun auch noch Heiligabend bis 18 Uhr und mehrere Sonntage benötig werden. Jeden Tag etwa 4000 Tonnen Plettenberg – fast zum Nulltarif.

Ungehört bleibt bei allem die Botschaft des Papstes, und der Aufruf von einem Teil der Politik, dass wir mit den Vorräten der Natur sorgsam haushalten müssen. Alle Regeln bleiben wegen des wirtschaftlichen Erfolgs ohne Gehör. Gelernt wurde bisher recht wenig. Ein Grund für uns, immer noch mehr auf Umstände hinzuweisen.

Günter Schäfer
Joh.-Seb.-Bachstraße 15
Dotternhausen

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