Bürgerinitiative: Abbau stoppen
Der Rauch aus dem Schornstein der Firma Holcim Süddeutschland in Dotternhausen verändert immer wieder die Farbe. Dies liege nicht an den Verbrennungen, erklärt das Unternehmen.
Der Rauch aus dem Schornstein der Firma Holcim Süddeutschland in Dotternhausen verändert immer wieder die Farbe. Dies liege nicht an den Verbrennungen, erklärt das Unternehmen. Foto: Rosalinde Conzelmann
Der Rauch aus dem Schornstein der Firma Holcim Süddeutschland in Dotternhausen verändert immer wieder die Farbe. Dies liege nicht an den Verbrennungen, erklärt das Unternehmen.
Der Rauch aus dem Schornstein der Firma Holcim Süddeutschland in Dotternhausen verändert immer wieder die Farbe. Dies liege nicht an den Verbrennungen, erklärt das Unternehmen. Foto: Rosalinde Conzelmann

Dotternhausen, 05.12.2015

Bürgerinitiative Pro-Plettenberg: Abbau stoppen

Holcim begründet Rauchschwaden in unterschiedlichen Farben mit dem Lichteinfall

Das Ziel, einen Kompromiss auszuhandeln, ist gewichen. Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg möchte nun den Abbau in den bisherigen Grenzen stoppen. Und stellt weiterhin kritische Fragen.

Martin Stussak von der BI Pro-Plettenberg gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass nach Aussagen der Firma Holcim Süddeutschland eine Verkleinerung der Abbaufläche auf dem Plettenberg nicht möglich sei. Daher sei das Ziel der Bürgerinitiative nun, den Abbau in den bisherigen Grenzen zu stoppen. Auch die Rekultivierung, wie sie heute geplant ist, lehnen sie ab. Ein Abbaustopp würde auch die Sprengerschütterungen, ein weiteres Ziel der BI, auf null reduzieren.

Die Bürgerinitiative fragt, warum die Rauchschwaden aus den Zementwerkschloten ihre Farbe wechseln: von tief schwarz über blau zu grau. Dass dies mit der Verbrennung zusammenhängt, dementiert Holcim auf ZAK-Nachfrage: „Das Auge nimmt den Gasstrom unterschiedlich war, je nach Lichteinfall und Kondensationsbedingungen des Wasserdampfes.“ Auch die Kontrollen bezüglich der Abgase werden von der Bürgerinitiative kritisch beäugt. Diese seien angekündigt und würden vom Verband der Zementhersteller durchgeführt. Dies bestätigt Holcim: „Die Messung ist angekündigt. Der VDZ stellt sicher, dass der Betriebszustand bei diesen Messungen unserem sonstigen Betriebszustand entspricht.“ Die Messberichte werden an das Regierungspräsidium Tübingen übermittelt. Die gemessenen Emissionen liegen nach Firmenauskunft bei einem Zehntel bis einem Hundertstel des Grenzwerts und können im Umweltbericht von Holcim auch online nachgelesen werden.

Die BI fragt zudem, warum kein Zement von Holcim im Baumarkt erhältlich ist, und so wieder in der Region verbaut werden kann. Holcim erklärt, dass das Unternehmen traditionell Beton- und Fertigteilwerke beliefert. Diese bekommen den Zement lose im Silozug ins Werk oder an Großbaustellen geliefert. „Vor wenigen Jahren wurde die Produktion von Sack-Zement eingestellt“, so Holcim.

„Wir sind gespannt auf das Gutachten für die Materialseilbahn, das Klarheit über die Betriebssicherheit geben soll“, erklärt Stussak. Auch auf die Beantwortung der Fragen hinsichtlich der Verfüllung des Schieferbruchs seien die Mitglieder gespannt.

Mehr zum Thema auf unserer Themenseite zum Plettenbergabbau.

Mehr zum Schlagwort

Plettenbergabbau.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter