„Wir lassen uns nicht entmutigen“
Die Informationsplakate, die Holcim am Eingang des Kalksteinbruchs angebracht hat, lösten bei den Besuchern des Sternmarsches am 30. August nur wenig Begeisterung aus. Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg sammelt jetzt Unterschriften für eine Petition an den Landtag.
Die Informationsplakate, die Holcim am Eingang des Kalksteinbruchs angebracht hat, lösten bei den Besuchern des Sternmarsches am 30. August nur wenig Begeisterung aus. Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg sammelt jetzt Unterschriften für eine Petition an den Landtag. Foto: Rosalinde Conzelmann
Die Informationsplakate, die Holcim am Eingang des Kalksteinbruchs angebracht hat, lösten bei den Besuchern des Sternmarsches am 30. August nur wenig Begeisterung aus. Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg sammelt jetzt Unterschriften für eine Petition an den Landtag.
Die Informationsplakate, die Holcim am Eingang des Kalksteinbruchs angebracht hat, lösten bei den Besuchern des Sternmarsches am 30. August nur wenig Begeisterung aus. Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg sammelt jetzt Unterschriften für eine Petition an den Landtag. Foto: Rosalinde Conzelmann

Dotternhausen, 22.09.2015

Bürgerinitiative Pro-Plettenberg: „Wir lassen uns nicht entmutigen“

Mitstreiter sammeln weiter Unterschriften für Petition an den Landtag

Mehrere hundert Namen stehen bereits auf den Listen, es werden aber täglich mehr: Die Bürgerinitiative Pro-Plettenberg sammelt fleißig Unterschriften für eine Petition an den Landtag.

Als letzten Notnagel hatte BI-Sprecher Martin Stussak die Petition beim Sternmarsch auf den Plettenberg am 30. August angekündigt. Die Unterschriftenlisten hatten sich an diesem heißen Sommertag schnell gefüllt, als zwischen 250 und 300 Bürger aus den Gemeinden des Oberen Schlichemtals auf den Plettenberg gewandert waren, um dort vor dem verschlossen Tor zum Holcim-Steinbruch gegen den geplanten Kalksteinabbau auf dem Plettenberg zu demonstrieren.

Zwischenzeitlich machen die Listen nicht nur in den „Plettenberggemeinden“ Ratshausen, Schömberg, Dotternhausen und Hausen am Tann die Runde, auch die Dormettinger, vor deren Haustür die Arbeiten für die Erschließung des zukünftigen Schiefer-Ostfeldes auf Hochtouren laufen, werden um ihre Unterschriften gebeten. Das Genehmigungsverfahren Plettenberg-Erweiterung Süd soll laut Behördenmitteilung im Jahr 2017 abgeschlossen sein. Bei einer Genehmigung durch das Landratsamt, was die Abbaugegner befürchten, möchte die BI dann aktiv werden und die Petition einreichen.

Bernd Walter, einer der BI-Sprecher, hat sich über die gute Beteiligung an dem Sternmarsch gefreut, stellt aber seit Gründung der BI grundsätzlich fest, „dass sich zu wenig Menschen für das Thema interessieren“. Zu wenige, um wirklich Druck zu machen. Eine für ihn persönlich sehr enttäuschende Erfahrung, bekennt er. Auch von der Politik – Bernd Walter hat Landrat Günther-Martin Pauli und den Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß im Namen der Bürgerinitiative bei der Petition um Hilfe gebeten und wurde nur abgespeist – hätte er sich mehr erwartet.

Dennoch lasse sich der harte Kern der Bürgerinitiative, zwischen 15 und 20 Männer und Frauen, durch nichts entmutigen. „Wir wollen ja Holcim nicht kaputt machen, sondern nur erreichen, dass zehn Prozent weniger als geplant abgebaut wird und eine ordentliche Rekultivierung stattfindet“, betont der Ratshausener. Sein Wunsch: „Holcim soll einfach mehr von unserem Plettenberg stehen lassen.“ Und um dieser Ziel zu erreichen, werde die Bürgerinitiative weiterhin ganz genau hinschauen, was Holcim in Sachen Kalksteinabbau auf dem Plettenberg beabsichtige.

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Plettenbergabbau.

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