28.08.2015

Leserbrief

Ammoniumnitrat als Sprengstoff auf dem Plettenberg

 

Auslöser dieses Fischsterbens war, laut des Berichts, das bei einem Brand freigesetzte Ammoniumnitrat. Es scheint so, als ob Ammoniumnitrat auch schädliche Auswirkungen auf Mensch und Tier zeigen kann.

Was ich nicht verstehe, ist, dass genau dieses Ammoniumnitrat im Steinbruch auf dem Plettenberg als Sprengstoff eingesetzt wird. Die Quellen am Plettenberg sind für die Gemeinden rund um den Plettenberg ein wichtiger Lieferant für das Trinkwasser. Wenn Rückstände von Sprengungen nun in das Grundwasser gelangen und die Quellen verunreinigen wird dies sehr wahrscheinlich erst spät, zu spät, bemerkt. Es gibt keine Livekontrollen, die diesen Stoff im Trinkwasser der Gemeinden nachweist. Es können Tage vergehen, bis die Verunreinigung bemerkt wird und die Wasserversorgung der Gemeinden eingestellt wird.

Der Betreiber des Steinbruchs lagert vermutlich Tonnen dieser Substanz in einem Bunker auf dem Plettenberg. Im Brandfall könnten ähnliche Konzentrationen von Ammoniumnitrat, wie nun in der Jagst, in dem Trinkwasser der Gemeinden zu finden sein.

Eine weitere Frage wirft sich auf. Wie gelangt das Ammoniumnitrat auf den Plettenberg? Die Straße auf den Plettenberg führt durch ein Wasserschutzgebiet, in dem solche Stoffe nichts verloren haben. Bei einer technischen Panne des Fahrzeugs, das dieses Ammoniumnitrat auf den Plettenberg bringt, könnte dieser Stoff freigesetzt werden und in das Trinkwasser gelangen. Eine Quellfassung liegen nur wenige Meter neben der Straße, die auf den Plettenberg führt. Die Katastrophe, währe nicht mehr aufzuhalten.

Gibt es keinen anderen Sprengstoff, der für Mensch, Tier und Umwelt verträglich ist?

Dietmar Walter
Schömbergerstr. 35, Ratshausen

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