27.08.2015

Leserbrief

Die Genehmigung wird mit ein paar Auflagen kommen

 

Ich hatte bereits mehrfach meine Meinung zum Kalksteinabbau auf dem Plettenberg geäußert. Bei den Kommunen und Behörden wurden vielfach Infos eingefordert. Traurige Erkenntnis: Man stößt teilweise auf starken Widerstand. Allen voran die Bürgermeisterin von Dotternhausen. Aufklärung läuft zum z.B. so ab: dass die Infoveranstaltung im Mai mit ca. 500 Teilnehmern mit keinem einzigen Wort im Amtsblatt erwähnt wurde. Die Gemeinde sagt dem Volk nicht oder unfreiwillig, was in der Historie alles abgelaufen ist, welche Dinge vertraglich bereits zugesichert sind. Aber genau das sollte man doch wissen dürfen. Das Motto heißt schweigen, aussitzen. Alle Beteiligten, Regierungspräsidium, Landratsamt, Gemeinden, Regionalverband, Holcim, Gutachter etc. sind bestens miteinander abgestimmt und verbunden. Die wissen alle viel mehr als der Öffentlichkeit bisher bekannt ist. Holcim will den Eindruck vermitteln, dass sie alles richtig und fair machen. Die von Holcim in Auftrag gegebenen Gutachten werden das ergeben, was Holcim weiterhilft. Es wird ein großer Schaukampf präsentiert. Die Genehmigung wird mit ein paar Auflagen kommen.

Was insgesamt bisher auf dem Berg geschehen ist und was beabsichtigt ist, will die BI nun vor Ort erklären. Bürger, die ihre Heimat lieben und mit dem Plettenberg verbunden sind, sollten sich deshalb am Sonntag, 30. August am Sternmarsch beteiligen. Eigentlich kann es speziell der jüngeren Generation nicht egal sein, was mit Berg und Heimat passiert. Dass die Rohstoffe die in über 150 Mio. Jahre entstanden sind, innerhalb weniger Jahre von einer Generation mit dem größtmöglichen wirtschaftlichen Erfolg aufgebraucht werden. Wir sind nicht die letzte Generation dieser Erde. Aus der Schweiz kommt übrigens die Aussage „Heimat und Rohstoffe verschenkt man nicht“. Aber genau das tun unsere Verantwortlichen. Im Jahr 1948 wurde unter komplett anderen Nachkriegsbedingungen der Plettenberg von der Gemeinde zum Abbau freigegeben. Es wurden etliche Vorschriften damals nicht präzise im Vertrag festgelegt oder sie wurden nicht eingehalten. Anpassungen sind teilweise erfolgt. Die Welt hat sich seit 1948 aber gravierend verändert. Deshalb müssen die Verträge der Zeit angepasst werden. Mit den Argumenten, von ca. 250 Arbeitsplätzen vieles zu rechtfertigen, ist kurzsichtig und verantwortungslos.

Bitte kommt am Sonntag auf den Plettenberg. Macht Euch ein Bild von den Tatsachen. Informiert Euch über unsere Ziele und unterstützt uns. Wir von der Bürgerinitiative haben keinerlei Eigeninteressen, sondern engagieren uns für den überwiegenden Teil der Bevölkerung.

Günter Schäfer
J.-S.-Bach Str. 15, Dotternhausen

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