24.07.2015

Leserbrief

Platz eins beim Luftschadstoffausstoß im Zollernalbkreis

 

Von einem Holcim-Mitarbeiter wurde mir vorgeworfen, Holcim durch Unterstellungen mit Schmutz zu bewerfen.

Meine Informationen beziehe ich unter anderem auch aus den Umweltberichten von Holcim Schweiz und Dotternhausen und dem amtlichen Portal für Luftverschmutzung dem LUBW.

Verantwortung – ja sicher, wenn möglicherweise seit Jahren wassergefährdender Schmierstoff von der Seilbahn in das Erdreich tropft. Es könnten schon mehrere hundert Kilogramm sein und wenn im Durchschnitt pro Jahr ein bis zwei Loren herabstürzen, dann ist es mit der Verantwortung nicht zum Besten gestellt.

Wir leben in Deutschland – das zeigt uns dieser multinationale Konzern aus der Schweiz mit seiner Geschäftspraxis im Ausland. Denn in Schweizer Zementwerken setzt Holcim einen sogenannten Rauchgas-Nasswäscher ein, um den Schwefeldioxid Ausstoß zu reduzieren, in Dotterhausen nicht, obwohl der Ausstoß dort ein Vielfaches höher ist. Auch mit dem Ausstoß an Quecksilber nehmen es die Schweizer wegen der Klärschlammverbrennung sehr genau, hierfür setzen sie ein Aktivkoksfilter ein. Auch hier in Deutschland wird im großen Stiel Klärschlamm verbrannt. Ein Aktivkoksfilter?

Zement ist ein wichtiger Grundstoff,das ist richtig. Weshalb ich auch die anderen Zementhersteller in Deutschland und Österreich loben will. Alles Unternehmen, die ihrer Verantwortung, für die Gesundheit der Bevölkerung und Mitarbeiter bewusst sind. So haben diese teilweise freiwillig bis zu 60 Millionen Euro in Umweltschutzmaßnahmen in den letzten Jahren investiert. Moderne SCR Technik, hausgroße Katalysatoren wurden nachgerüstet, die alten SNCR-Anlagen wie in Dotterhausen bleiben nur noch als Backup Systeme erhalten.

Sicher hat auch Holcim investiert, das sieht man an der Schadstoffentwicklung in Der Schwefeldioxid-Ausstoß wurde um 133 Prozent gesteigert, allein beim Feinstaub wurden Verbesserungen erreicht.

Wo in anderen Unternehmen und auch im Kfz-Verkehr gewaltige Schadstoffreduzierungen vollbracht wurden, hat Holcim richtig Gas gegeben. Und erringt somit Platz 1 im Zollernalbkreis, wenn es um den Luftschadstoffausstoß der Industrie geht. Eine Schadstofffracht über die Schornsteine, von insgesamt rund 3800 Tonnen jährlich, 200 Lastwagenladungen voller Schadstoffe. Dreck der nicht auf die Erde fallen sollte, sondern in Filtern der Firma Holcim zurückgehalten werden müsste.

Nicht ich habe diesen Dreck geworfen, das erledigt schon Holcim in Deutschland für uns alle.

Martin Stussak
Sprecher BI Pro-Plettenberg,
Römerweg 2,
Schömberg

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