15.07.2015

Leserbrief

Ich sehe schwarz, wenn einer Süderweiterung zugestimmt wird

 

Der Abbau auf dem Plettenberg läuft schon viele Jahrzehnte und hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, dem viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zuschauen wollen. Hier kann meiner Meinung nach nicht so einfach von Respekt und Verantwortung geredet werden, wenn ein noch ökologisch intaktes Naturschutz- und Wassereinzugsgebiet restlos und unwiederbringlich zerstört wird.

Ich sehe schwarz, wenn von Seiten unserer Ämter und Behörden hier einer Süderweiterung zugestimmt wird. Auf die noch ausstehenden Gutachten darf man gespannt sein. Über die Auswirkungen von Regenwasser, welches logischerweise kaum noch Versickerungsmöglichkeiten hat, und den Hochwassergefahren darf spekuliert werden. Wer kann schon mit Genauigkeit sagen, wie sich die Quellen verhalten, wenn es keine ordentlichen Versickerungsmöglichkeiten mehr gibt?

Dass seit der Holcimübernahme in Dotternhausen mit der dreifachen Geschwindigkeit abgebaut wird, ist bereits bekannt. Wo bleibt Holcim mit seinen Arbeitsplätzen, wenn der Berg erst mal abgebaut ist? Vergleicht man Luftaufnahmen aus dem Jahre 2005 mit denen von 2015, zeigt es sich ganz deutlich, in welcher Geschwindigkeit unser aller Plettenberg abgebaut und bereits zerstört wurde. Auch darf spekuliert werden, was in weiteren zehn Jahren von unserer schönen Heidelandschaft übrig bleibt.

Während sich Martin Stussak und die Bürgerinitiative hier für eine Sache einsetzen, die alle was angeht und retten was zu retten ist, zerstört Holcim was noch übrig ist.

Hier ist ein schönes Zitat angebracht: „Wenn für eine Handvoll Euros der letzte Stein abgegraben, das letzte Stückchen Land mit all seinen Auswirkungen zerstört wurde, werden die Menschen merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Eppler Roland
Vor Tannen 14, Spaichingen

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