Die Kulisse möglichst lang erhalten
Idyllisch liegt die kleine Gemeinde Hausen am Tann im Schlichemtal. Im Hintergrund sieht man den Plettenberg. Ein kleiner Durchbruch gibt jetzt schon den Blick auf einen Teil des Abbaugebiets frei. Die sogenannte Kulisse verhindert bisher den Blick auf einen Großteil der Abbaustätte.
Idyllisch liegt die kleine Gemeinde Hausen am Tann im Schlichemtal. Im Hintergrund sieht man den Plettenberg. Ein kleiner Durchbruch gibt jetzt schon den Blick auf einen Teil des Abbaugebiets frei. Die sogenannte Kulisse verhindert bisher den Blick auf einen Großteil der Abbaustätte. Foto: Lydia Wania
Idyllisch liegt die kleine Gemeinde Hausen am Tann im Schlichemtal. Im Hintergrund sieht man den Plettenberg. Ein kleiner Durchbruch gibt jetzt schon den Blick auf einen Teil des Abbaugebiets frei. Die sogenannte Kulisse verhindert bisher den Blick auf einen Großteil der Abbaustätte.
Idyllisch liegt die kleine Gemeinde Hausen am Tann im Schlichemtal. Im Hintergrund sieht man den Plettenberg. Ein kleiner Durchbruch gibt jetzt schon den Blick auf einen Teil des Abbaugebiets frei. Die sogenannte Kulisse verhindert bisher den Blick auf einen Großteil der Abbaustätte. Foto: Lydia Wania

Hausen a.T., 11.06.2015

Plettenbergabbau: Die Kulisse möglichst lang erhalten

Hausener Bürger haben Angst vor noch mehr Beeinträchtigungen

Die Gläser klirren im Schrank und die Laster sind bei Nordwind zu hören. Die Hausener bekommen den Kalksteinabbau am Plettenberg hautnah mit. Am Mittwoch äußerten sie ihre Sorgen und Ängste.

Bürgermeister Heiko Lebherz hatte die Holcimvertreter, Werksleiter Dieter Schillo und Andreas Junginger, Leiter der Gewinnungsbetriebe, in die Gemeinderatssitzung eingeladen, um offene Fragen zu klären. Rund 40 Bürger nutzten die Gelegenheit und stellten vor Ort im Florian-stüble, aber auch vorab per Post viele Fragen. Gerade die sogenannte Kulisse in Richtung Hausen am Tann beschäftigt viele Bürger. „Mir ist unerklärlich, warum der Ostaufbruch sein muss“, sagte Hans Neher. Die 500 Hausener hätten dadurch nur Nachteile. Die Landschaft werde verschandelt. „Wenn das aufgerissen wird, haben wir den ganzen Tag Krach“, befürchtet Manfred Neher.

Eventuelle Kleinklimaveränderungen machen Gemeinderat Gregor Sieber Sorgen. Andreas Junginger erklärte, dass in der Kulisse Kalk für sieben Jahre Abbau steckt. „Wir können nicht ohne Alternativen darauf verzichten“, ergänzte Dieter Schillo. Tiefer zu graben sei keine Option, da dann Lehm- und Tonschichten kämen. Zudem müsse die bestehende Genehmigung für so ein Vorhaben geändert werden. Die Genehmigungsbehörde gebe vor, was abgebaut wird. „Je später die Kulissen fällt, desto besser für Hausen“, meinte Gemeinderat Stefan Buhmann – das Publikum klatschte.

Auch die Wasserqualität im Waldhausbach beschäftigt die Bürger. „Spült es Sprengstoffe nach Hausen runter?“, wollte Thomas Scheijäg wissen. Die Sprengmittel sollen in eine Art Pflanzendünger umgewandelt werden, erklärte Lebherz. Die Gemeinde wolle aber diesbezüglich noch ein eigenes Gutachten in Auftrag geben. „Wir haben jetzt schon negative Auswirkungen von dem Abbau“, sagte Lebherz. Der jetzige Zustand sollte sich nicht verschlechtern. „Wo es möglich ist, greifen wir ein und werden es Ihnen nicht einfach machen“, kündigte er den Holcimvertretern an. Er und der Gemeinderat seien Vertreter der Bürger. Lebherz bot an, dass noch offene Fragen an ihn geschickt werden können. Die Antworten sollen veröffentlicht werden.

Mehr zum Plettenbergabbau in unserem Themenspezial.

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