05.06.2015

Leserbrief

Verbraucher zahlen, wenn es schief läuft

 

Ein großes Lob dem Leserbriefverfasser Günter Schäfer für seine detaillierte und sachliche Darstellung zum Thema Plettenbergabbau.

Man kann davon ausgehen, dass die Notwendigkeit einer derartigen Informationsveranstaltung mit einem mehrstündigen Zeitaufwand für zirka 500 Teilnehmer alleine das Ergebnis der intransparenten und verschleierungsorientierten Arbeitsmethode der Verantwortlichen ist. Eine ganzheitliche und transparente Sachbearbeitung im Sinne der betroffenen Gemeinden, den Holcim-Werktätigen sowie dem Unternehmen Holcim macht derartige Veranstaltungen überflüssig oder schafft zumindest eine bessere Atmosphäre unter allen Beteiligten.

Interessant ist für mich auch die Feststellung, wie sehr sich die Arbeitsmethoden der Leitung des Nahwärme-Eigenbetriebs bezüglich „Verschleiern und Schöndarstellen“ dem Vorhaben Plettenbergabbau ähneln.

Bei dem Nahwärmeprojekt mit zirka vier Millionen Euro Investitionsaufwand geht es lediglich um 89 Verbraucher, davon 83 private und sechs öffentliche. Was bei diesem Projekt kostenseitig und sachlich „schief läuft“, bezahlen die 89 Verbraucher der Gemeinde Dotternhausen über den Nahwärme-Energiepreis, entsprechend der Eigenbetriebsordnung. Die nächste Preisanpassung Ende 2015 wird dies deutlich machen.

Solange die Verbraucher den hohen Nahwärmepreis bezahlen (können), hat die Gemeinde in der Sache kein Problem.

Die Gemeinderatsmitglieder als Bürgervertreter haben direkte Einflussmöglichkeit und Verantwortung. Insbesondere bei vorgenannten komplexen Aufgaben ist dieser Einfluss wichtig.

Das Maß an Unzufriedenheit und Misstrauen bei den Bürgern ist offenbar groß, wie die Veranstaltung am 19. Mai gezeigt hat.

Helmut Gimbel
Schafbergweg 1, Dotternhausen

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