22.05.2015

Leserbrief

Auftraggeber der Gutachten sollte das Landratsamt sein

 

Auch ich war in der öffentlichen Infoveranstaltung „Kalksteinabbau Plettenberg“. Manchmal hatte man den Eindruck, die Veranstaltung wird eher zur Selbstdarstellung als zur konkreten Fragestellung genutzt.

Ich hatte zwei Fragen, eine zu den bestehenden Verträgen, einhergehend mit der Befürchtung der Ausbeutung des Berges und Schonung der Ressourcen in der Schweiz. Diese wurde ausreichend beantwortet. Eine weitere Frage galt den anstehenden Gutachten und ist sehr wichtig und dürfte auch bezüglich der weiteren Entscheidungen und Genehmigungen von höchster Bedeutung sein. Herr Schillo hat in seinen Ausführungen auf die Gutachten hingewiesen, wie etwa Geräuschimmissionen, Sprengerschütterungen, Wind, Klima, Hydrogeologie, Flora-Fauna, Staub. Die Ergebnisse sollen bis September 2015 vorliegen. Dies ist zunächst sehr positiv zu werten. Jedoch ist Auftraggeber und Zahlmeister die Firma Holcim. Ein Schelm ,wer Böses dabei denkt ? Ich möchte nichts unterstellen, ich hätte es jedoch für glaubwürdiger gehalten und habe dies gegenüber Herrn Frankenberg geäußert, dass Auftraggeber das Landratsamt wäre und für die Kosten Holcim aufkommt. Herr Frankenberg hat hierauf geantwortet, dass die Vorgehensweise von Holcim im Rahmen der Gesetzeslage sei und das LRA sehr genau prüfen werde. Das ist auch erforderlich, die Gutachten müssen höchst unabhängig, neutral und objektiv sein und auch auf alle Fragen, zum Beispiel der Bürgerinitiative eingehen. Wenn dies garantiert ist und die Gutachten positiv ausfallen, wäre dies eine Grundlage für die Genehmigung und Erweiterung der Abbaufläche, wenn negativ dann eben nicht.

Holcim unterliegt unter anderem der Konzernbesteuerung, diese ist sehr vielschichtig, dabei wird der Konzern alle steuerrechtlich legalen Möglichkeiten nutzen, wie andere internationalen Großkonzerne auch. Dass Herr Schillo hierzu keine Auskunft geben kann und darf, ist nachvollziehbar. Auch unsere Bürgermeisterin ist hier zur Verschwiegenheit verpflichtet, ein Lob für die Standfestigkeit.

Bereits am 18. März 2014 haben Herr Schillo und Herr Junginger von Holcim in öffentlicher Sitzung vor dem Gemeinderat in Dotternhausen über die Rekultivierung berichtet und die Maßnahmen dargelegt. Dabei haben sich die Herren sehr kooperativ und offen gezeigt. Da ist noch vieles möglich, was das Gesamtkonzept anbelangt, siehe Schiefererlebnispark. Sehr stark engagiert sind hierbei unsere Verwaltung, der Gemeinderat und die weiteren beteiligten Personen der Workshops. Hierbei habe ich ein sehr gutes Gefühl und vertraue unserem Gemeinderat voll, auch nach persönlichen Gesprächen .

Wolfgang Müller
Steinackerstraße 5,
Dotternhausen

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