Eine naturnahe Rekultivierung
Diese Fläche auf dem Plettenberg sieht zwar noch nicht danach aus, soll aber laut Holcim schon rekultiviert sein. Die Hänge wurden abgeflacht und Boden eingebracht. Jetzt wachsen bereits die ersten zarten Pflänzchen. Bis man den Eingriff in die Natur nicht mehr sieht, wird es noch Jahre dauern.
Diese Fläche auf dem Plettenberg sieht zwar noch nicht danach aus, soll aber laut Holcim schon rekultiviert sein. Die Hänge wurden abgeflacht und Boden eingebracht. Jetzt wachsen bereits die ersten zarten Pflänzchen. Bis man den Eingriff in die Natur nicht mehr sieht, wird es noch Jahre dauern. Foto: Holcim Süddeutschland
Diese Fläche auf dem Plettenberg sieht zwar noch nicht danach aus, soll aber laut Holcim schon rekultiviert sein. Die Hänge wurden abgeflacht und Boden eingebracht. Jetzt wachsen bereits die ersten zarten Pflänzchen. Bis man den Eingriff in die Natur nicht mehr sieht, wird es noch Jahre dauern.
Diese Fläche auf dem Plettenberg sieht zwar noch nicht danach aus, soll aber laut Holcim schon rekultiviert sein. Die Hänge wurden abgeflacht und Boden eingebracht. Jetzt wachsen bereits die ersten zarten Pflänzchen. Bis man den Eingriff in die Natur nicht mehr sieht, wird es noch Jahre dauern. Foto: Holcim Süddeutschland

Dotternhausen, 30.04.2015

Eine naturnahe Rekultivierung

Das Unternehmen Holcim erklärt, warum es auf dem Plettenberg noch so kahl aussieht

Die Rekultivierung des ersten Abbauteils auf dem Plettenberg mit rund sieben Hektar soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Bis daraus ein Naherholungsgebiet wird, dauert es aber noch.

„Vier Hektar wurden bisher rekultiviert“, berichtete Diplombiologe Hans Offenwanger von der Firma AGLN im Pressegespräch. Das Blaubeurer Unternehmen übernimmt für die Firma Holcim Süddeutschland die Landschaftsplanung im Kalksteinabbaugebiet auf dem Plettenberg. Bis Ende diesen Jahres sollen es sieben Hektar sein.

Dass bisher noch nicht viel davon zu sehen ist, erklärte Andreas Junginger, Leiter der Gewinnungsbetriebe, so: „Es braucht Zeit, bis die Maßnahmen sichtbar werden. Bis vor vier Wochen hatten wir auf dem Plettenberg noch Winter.“

Hinzu kommt, dass die Rekultivierung naturnah geschehen soll. Offenwanger spricht von einer „freien Entwicklung“. Das heißt, die Pflanzen sollen sich von selbst vermehren. Der Wind soll aus den umliegenden Wäldern Samen auf die Fläche wehen. Dass diese auch wachsen können, wurde Mutterboden ausgebracht. „Grobes und feines Material soll sich abwechseln. Es gibt Bereiche mit mehr und mit weniger Erde“, erläuterte Offenwanger. Um diesen Vorgang zu unterstützen, wurden zudem insgesamt 1000 Gehölzpflanzen gesetzt. Die Salweiden, Mehlbeeren, Spitz- und Feldahornbäume sowie Winterlinden sind derzeit rund einen Meter hoch. In den Sohlen sollen Wacholderheiden wachsen. „Es wurden einzelne Wacholder mit Grassoden verpflanzt“, informierte Offenwanger. Sie stammen, wie der Boden auch, von benachbarten aktuellen Abbaubereichen auf dem Plettenberg. „Wir haben keinen Boden verkauft“, erklärte Werksleiter Dieter Schillo. Er sei komplett auf dem Plettenberg gelagert. Bernd Walter von der Bürgerinitiative gab bei dem Gespräch zu bedenken, dass die Bodenmenge nicht ausreiche, da durch den Abbau eine größere Fläche entstanden sei.

Das Rekultivierungsverfahren geht auf den ersten genehmigten Rekultivierungsplan aus dem Jahr 1982 zurück, erklärte Offenwanger. Es sei mit dem Landratsamt abgestimmt und entspreche den heutigen Standards. In den vergangenen Jahren habe sich aus naturfachlicher Sicht in Sachen Rekultivierung einiges getan.

Auf die Frage, warum sich die Rekultivierung verzögert hätte, antwortete Schillo: „Man kann nur rekultivieren, wenn der Abbau abgeschlossen ist.“ Dieser habe sich aufgrund der Konjunktur und Mischung des Materials verzögert.

Wann das Gelände wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, steht noch nicht fest. Das entscheidet die Rekultivierungsgruppe, die sich aus verschiedenen Interessenvertretern zusammensetzt. Seit kurzem hat auch die Bürgerinitiative Pro Plettenberg einen Sitz darin. Die Vertreter beraten auch, wie das Gebiet in Zukunft genutzt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Eine Rolle spielen dabei die sogenannten Kulissen. Sie sollen erst am Ende des Abbauprozesses fallen. Eine Freigabe des Gebiets davor ist aus sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich.

Sabine Schädle. Leiterin der Kommunikation bei Holcim, machte deutlich, dass Holcim den Dialog mit den Bürgern der Nachbargemeinden und den Abbaugegnern suche. Es müsse eine für alle tragfähige Entscheidungsgrundlage geschaffen werden. Deshalb werde man auch in Zukunft weiter mit der Bürgerinitiative zusammenarbeiten und so gemeinsam Lösungen finden.

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