„Suchen Dialog mit Holcim“
Wie vom Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“, Martin Stussak (am Rednerpult) vorab gewünscht, platzte die Pfarrscheuer in Ratshausen beim Infoabend am vergangenen Freitag aus allen Nähten.
Wie vom Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“, Martin Stussak (am Rednerpult) vorab gewünscht, platzte die Pfarrscheuer in Ratshausen beim Infoabend am vergangenen Freitag aus allen Nähten. Foto: Klaus Irion
Wie vom Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“, Martin Stussak (am Rednerpult) vorab gewünscht, platzte die Pfarrscheuer in Ratshausen beim Infoabend am vergangenen Freitag aus allen Nähten.
Wie vom Sprecher der Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“, Martin Stussak (am Rednerpult) vorab gewünscht, platzte die Pfarrscheuer in Ratshausen beim Infoabend am vergangenen Freitag aus allen Nähten. Foto: Klaus Irion

Ratshausen, 29.03.2015

„Suchen Dialog mit Holcim“

Große Resonanz auf Infoabend der BI „Pro Plettenberg“ in Ratshausen

Die Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“ will weiter aufklären und aufdecken, setzt aber gleichwohl auf Dialog mit dem Dotternhausener Zementhersteller Holcim. Das war das Ergebnis einer Infoveranstaltung.

von Klaus Irion  

Die Bürgerinitiative „Pro Plettenberg“ hatte sich eine volle Ratshausener Pfarrscheuer gewünscht. „Diesen Andrang aber haben wir nicht erwartet“, erklärte der glückliche BI-Sprecher Martin Stussak. Etliche der rund 200 Interessierten mussten sich bei der Informationsveranstaltung am Freitagabend, der auch Holcims Umweltbeauftragter und ehemaliger Dotternhausener Gemeinderat, Dr. Friedrich Wimmer, beiwohnte, mit einem Stehplatz begnügen.

Stussak selbst erläuterte eingangs noch einmal die zehn Punkte, wofür die Bürgerinitiative steht und eintritt. Doch bei aller Kritik an den Holcim-Abbauplänen und der dafür notwendigen Genehmigung, die von den BI-Mitstreitern Bernd Walter und Dietmar Walter ausführlich dargestellt wurden, ist es den Wutbürgern aus dem Oberen Schlichemtal wichtig, mit dem Zementhersteller und Plettenbergabbauer Holcim im Gespräch zu bleiben. „Wir haben von der Firmensprecherin Sabine Schädle ganz aktuell ein Gesprächsangebot vorliegen“, berichtete Stussak. Dies werde man selbstverständlich annehmen. Schließlich gehe es schon mit Blick auf die vielen Arbeitsplätze nicht darum, Holcim aus Dotternhausen wegzubekommen. „Allerdings muss der künftige Abbau so erfolgen, dass Arbeitsplätze und der Naturschutz zusammenfinden“, sagte Stussak, der für diesen Satz großen Applaus erntete.

Die Fragen der Zuhörer bildeten eine breite Palette der Ängste und Sorgen, die mit dem Abbau verbunden sind. Stichwort: Naturzerstörung, Quellwasserschutz, Müllverbrennung im Holcim-Werk, zukünftige Abbaupläne im Gebiet Rainen in Deilingen. Ein Abgesandter der Zentrale des Schwäbischen Albvereins in Stuttgart sagte der Bürgerinitiative die Unterstützung seines Verbands zu.

Stussak versprach allen Anwesenden, dem gesamten Komplex des Plettenbergabbaus auf den Grund zu gehen und betonte: „Das Zementwerk ist Untersuchungen zufolge für 95 Prozent der gesamten Emissionen des Zollernalbkreises verantwortlich.“ Und der ehemalige Dotternhausener Albvereinsvorsitzende Günther Schäfer, der vor wenigen Tagen Einsicht in schriftliche Vereinbarungen zwischen Dotternhausen und Holcim nehmen konnte, kündigte an, diese Infos zu veröffentlichen, wenn es Bürgermeisterin Monique Adrian nicht selbst tue. Denn, so Schäfer: „Darin sind doch einige Überraschungen enthalten.“

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