07.02.2015

Leserbrief

Ratshausener hätten auch informiert werden sollen

 

Alles spricht von Natur- und Umweltschutz. Die Firma Holcim möchte den schönsten Berg der Schwäbischen Alb, unseren Haus- und Plettenberg, total abtragen. Da wir als direkte Anlieger sehr stark involviert sind, hätte es der Anstand verlangt, dass auch die Bürger von Ratshausen informiert worden wären.

Sehr oft bin ich auf dem Plettenberg gewesen, um die staubfreie Höhenluft zu genießen. Wenn man die Wacholderheide mit ihren wunderschönen Silberdisteln und Kräutern sieht, geht einem das Herz auf. Hier sollten der Schwäbische Albverein und die Naturschutzverbände aktiv werden. Mit dem stehenbleibenden Rand von circa 50 Meter (hohler Zahn), ist der nächste Bergsturz schon vorprogrammiert. Durch die vielen Sprengungen würde unsere Plettenbergquelle versiegen oder verlagert werden. Die klimatischen Veränderungen sind im Voraus absehbar.

Auch für den angepeilten Ortenberg ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der ganze Abtransport nach Dotternhausen würde über Ratshausens Gemarkung durch unseren Tannwald gehen und auch diesen in Mitleidenschaft ziehen. Unsere leistungsstärkste Ortenbergquelle (von Deilingen erworben), wäre dadurch in Gefahr zu versiegen, so dass wir jeden Tropfen Wasser kaufen müssten.

Wir erwarten, dass unser Gemeindegremium, das Landratsamt und das Regierungspräsidium dieses „Verbrechen“ an unserer heimischen Natur stoppt und nicht genehmigt. Soll doch Holcim mit seinem Mammon ihr Gestein in der Schweiz holen, dort gibt es Berge genug.

Gerold Riede, Baumgartenstraße 6, Ratshausen

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