22.01.2015

Leserbrief

Freie Sicht bis Roßwangen

Super Herr Ege, bin mal gespannt wie viele ihrer „ Nochkollegen “ sich trauen, gegen die geplante totale Zerstörung unseres Naherholungsgebietes Plettenberg, zu intervenieren. Nach der Fertigstellung des Schiefererlebnisparks waren die Einwohner des Schlichemtal's und Teile des Kreises voll des Lobes über die Firma Holcim. Und nun dieser Nackenschlag. Zeigt dieser Betrieb sein wahres Gesicht erst nach dem Ruhmeszug durch sämtliche Medien? „Wolf im Schafspelz“ nennt man so etwas. Ich kann mich noch an eine Wahlversammlung des CDU Abgeordneten Haasis vor etwa 30 Jahren erinnern, in der ich ihn nach der weiteren Vorgehensweise in Sachen des „ hohlen Zahnes“ Plettenberg fragte, ob etwa eine Rekultivierung eingeplant sei, erntete ich nur ein nichtswissendes Achselzucken. Mal sehen, ob Herr Pauli auch nur die Achseln zucken lässt. Nach dem Holcim sich in Dormettingen bis 2048 ausweiten wird, will man den Ratshausener und Weilener Bürger freie Sicht bis Rosswangen ermöglichen. Des Weiteren stellt man noch ein Fließband bis zum Deilinger Bruch in Aussicht. Schömberg will den Wald abholzen für ein Feriendomizil. Das Zementwerk will eine Mondlandschaft von Dormettingens Westen bis nach Deilingen schaffen. In den neuen Bundesländern werden solche Hinterlassenschaften nach und nach rekultiviert, und bei uns will man den Raubbau an der Natur noch vergrößern, ja sogar verdoppeln. Wer will so etwas? Wenn man sich wegen Windkrafträder um die Vogelarten sorgt, ist es dann nicht dringender und wichtiger, bei der Zerstörung der Landschaft zu erst mal um die Menschen des Schlichemtales Sorge zu tragen?

Und dann kommt zu guter Letzt die geplante Kunstoff- und Klärschlammverbrennung dazu. Wird ja bestimmt wieder alles abgenickt, schließlich ist Holcim einer der größten Arbeitgeber der Gegend. Und da kann man ja mal ein Auge zudrücken.

Hans Abel, Reute 25,
Ratshausen

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Plettenbergabbau.

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Fasnet im Juli?

Den besten Kommentar hat immer noch der Dormettinger Bürgermeister losgelassen, als er anlässlich der Einweihung des Schieferparks tatsächlich meinte, es sei "Gnade, ein Dormettinger zu sein". Er hat dabei nur vergessen, dass die Fasnet im Juli noch gar nicht eröffnet war.

Lisa Witsch am 22.01.2015 20:01:09
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