05.04.2013

Von Portugal nach China

 

„Ganz anders, als ich mir das je vorgestellt habe, unglaublich spannend, und viel Spaß bei der Arbeit“. Man hört die Begeisterung auf die Wie-Gehts-Frage heraus, beim Telefoninterview mit Manuel Maurer, 24 Jahre alter technischer Berater auf Mission in der portugiesischen Niederlassung von Groz-Beckert in Porto. „Aber manchmal auch sehr herausfordernd“, fügt er hinzu. Er ist Prozessoptimierer, technischer Problemlöser sowie Know-how-Transfergeber in einem.

 Letztlich auch mitverantwortlich für das Erreichen von Produktionskennzahlen. Vor allem aber liegt der Schwerpunkt seiner Aufgaben darin, dass es technisch rund läuft, bei Groz-Beckert Portuguesa Lda., Rua Fábrica das Agulhas, Valadares bei Porto. Nie zuvor hatte das Unternehemn einen so jungen Mitarbeiter ins Ausland geschickt, so Ausbildungleiter Nicolai Wiedmann.

Und Manuel Maurer, der als Hauptschulabgänger zu Groz-Beckert kam, ging unmittelbar nach seiner Ausbildung zum Industriemechaniker als knapp 18 jähriger von 2006 bis 2007 erstmalig auf die iberische Halbinsel. Er gab sein Bestes. Nach seiner Rückkehr machte er in zwei Jahren am Standort in Albstadt seinen Maschinenbautechniker. „Die Vorbereitung auf diese besonders anspruchsvolle Aufgabe in Porto fügte sich nahtlos ein in das Konzept der fundierten, nachhaltigen Ausbildung im Albstädter Mutterhaus. Es ist der gleiche Qualitätsmaßstab, mit dem ich auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet wurde“, so Maurer, für den das Projekt in Porto zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Groz-Beckert bekenne sich uneingeschränkt zu diesen Qualitätsmaßstäben und fördere jeden Einzelnen. So sei Ausbildungsleiter Nicolai Wiedmann auf ihn zugekommen, als es drum ging, Porto zu besetzen. „Ausbildungsleitung und Personalabteilung begleiten uns aktiv und können somit schon im Vorfeld neuer Projekte einschätzen, wer für welche Aufgaben besonders geeignet scheint. Das gibt Sicherheit, mir und dem Unternehmen“. „Um auf Augenhöhe mit den portugiesischen Kollegen zusammenzuarbeiten, sind eingehende Sprachkenntnisse Grundvoraussetzung. Den Sprachkurs habe ich vor Ort absolviert, da kommt man gar nicht erst auf die Idee ins Deutsche auszuweichen. Und wenn es besondere technische Probleme zu lösen gilt, kann ich immer auf die Spezialisten im Mutterhaus zurückgreifen.“

Manuel Maurer muss es wissen. Denn schon unmittelbar nach seiner Ausbildung von 2003 bis 2006 hat er sich für Auslandseinsätze interessiert. „Im Beruf andere Länder, andere Kulturen, andere Menschen kennenzulernen, das gefällt mir an meiner Arbeit. Ich bin schon ein wenig stolz für Groz-Beckert unterwegs zu sein.“

Die nächste Herausforderung steht übrigens bereits an: Im kommenden Jahr soll Manuel Maurer an den Groz-Beckert-Fertigungsstandort nach China wechseln. Wie, bitteschön, sieht es denn da mit den Sprachkenntnissen aus? „Mit Chinesisch habe ich mich schon während meiner Ausbildung beschäftigt. Demnächst wird es einen Intensivkurs geben. Darauf freue ich mich ebenso wie auf die Aufgabe selbst.“ Und wie ist das mit dem Heimweh? In Zollernalb habe ich meine Wurzeln, hier ist meine Heimat. Mit meinen Freunden stehe ich immer in Kontakt. Sie sind mir wichtige Begleiter - die ich sicher auch mal in China treffen werde.“

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