Klinikum

Zollernalbkreis, 20.01.2012

Es menschelt an jeder Ecke

von gelöscht  

Das sind besondere Arbeitsplätze! Den Tätigkeitsfeldern von Gesundheits- und Krankenpflegekräften, Betriebs- und Verwaltungswirten, Technikern im Krankenhauswesen, Medizinisch-Technischen Assistenten, Ärzten ist eins gemein: es menschelt an jeder Ecke. Vielfalt, Nachhaltigkeit und menschliche Nähe, das macht wohl den besonderen Reiz der Gesundheitsberufe aus. Die Internet-Plattform "gesundheitsberufe.de" listet über 160 unterschiedliche Ausbildungsgänge und Abschlüsse auf. Chancen pur!

Das Gesundheitswesen ist nach wie vor eine Branche im Aufwind mit vielen individuellen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten. Jeder neunte Beschäftigte in Deutschland arbeitete Ende 2010 im Gesundheitswesen - das waren rund 4,8 Millionen Menschen und damit rund 90.000 mehr als im Jahr davor. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt mit einer Pressemeldung am 15. Dezember 2011 veröffentlicht. Vor allem im Tätigkeitsbereich von Ärzten oder Gesundheits- und Krankenpflegern stieg die Zahl der Beschäftigten, ebenso bei den Verwaltungsfachleuten. Im sozialen Bereich gab es zusätzliche Stellen fast ausschließlich in der Altenpflege.

Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege an den Schulstandorten des Zollernalb Klinikums in Albstadt und Balingen (Fotos) vermittelt entsprechend dem allgemein anerkannten Stand pflegewissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse vor allem fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen.Voraussetzungen für diese Ausbildung sind der Realschulabschluss oder eine gleichwertige, abgeschlossene Schulausbildung. Hauptschulabsolventen müssen eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Oder sie haben eine Ausbildung in der Kranken- und Altenpflegehilfe absolviert.

Die Brüsseler EU-Pläne zur Zukunft des Pflegeberufes könnten den Personalnotstand Pflegeeinrichtungen und Diensten langfristig weiter verschärfen! Diese Einschätzung geben die Baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter und ihr hessischer Kollege Stefan Grüttner. Der Krankenpflegeberuf und eventuell auch der Altenpflegeberuf soll nach einer geplanten Neuauflage einer europäischen Berufsqualifikationsrichtlinie künftig nur noch nach zwölf statt bisher zehn Schuljahren erlernt werden dürfen. "Wenn nur noch Abiturienten eine Ausbildung in der Pflege beginnen dürfen, verlieren wir zahllose gut geeignete und motivierte junge Menschen mit einem Real- oder Hauptschulabschluss für diesen Beruf", warnen sie. Die Gesellschaft würde die Kompetenz dieser jungen Menschen verlieren, die sie so dringend benötigt. Und ihr soziales Engagement. Kann das ernsthaft gewollt sein?

Mehr zu den Schlagworten

Karriere, Gesundheit.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Weihnachtsmärkte in der Umgebung

Weihnachtsmärkte in der Umgebung

Auf unserer interaktiven Karte geben wir eine Übersicht der Weihnachtsmärkte im Zollernalbkreis und in der Region.

counter