Alles andere hätte irritiert

Pauli und Haller begrüßen Entscheidung von Geißler pro Stuttgart 21

Alles andere hätte irritiert

Zollernalbkreis, 01.12.2010

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Die beiden Landtagsabgeordneten begrüßen die Entscheidung von Heiner Geißler pro Stuttgart 21.

„Nichts Neues, nichts Überraschendes“ habe Geißlers Schlichterspruch für ihn ergeben, gab sich gestern Abend Landrat Günther-Martin Pauli gegenüber unserer Zeitung unaufgeregt. Ja, es beruhige ihn, Kurs und Haltung des Zollernalbkreises in Sachen Stuttgart 21 bestätigt zu hören – „alles andere hätte mich irritiert“, verweist Pauli auf die allgemein vernommene Zustimmung zu den Bahnplänen zu Jahresbeginn im Landkreis. Als Festredner des Neujahrsempfang hatte der damalige S 21-Sprecher Wolfgang Drexler das Bauvorhaben in der Geislinger Schlossparkhalle als „alternativlos“ dargelegt. Den Lernprozess der Politik sehe er im künftigen Mitnehmen der Menschen bei solchen Vorhaben – „so, wie wir dies bei unserem Klinikbau erfolgreich praktizieren“.

Es konnte nur ein Entweder-oder geben, kommentiert Hans-Martin Haller, selbst „entschieden für Stuttgart 21“, Geißlers Schlichterspruch. Durch die Schlichtung hatten die Bürger die Chance, sich zu informieren. Ein Ersatz für die Entscheidung der Verantwortlichen konnten die Gespräche nach Auffassung des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion aber nicht sein. Dass Geißler einen Volksentscheid ausgeschlossen hat, findet Haller richtig. Dies sei nur sinnvoll, bevor die Bagger anrollen. Paradebeispiel sei der Albstädter Tunnel.

Nichts anderes erwartet

Man muss sich erst mal den "Schlichter(n)spruch" klarmachen:
Geissler befürwortet SS 21, weil für Alternativen keine Pläne und Planfeststellungen existieren!!!
nicht etwa, weil SS 21 sinnvoll wäre.
Dass er als alter Jesuit von vorn herein dieses Ergebniss präsentieren würde, war klar, denn auch in anderer Hinsicht bleibt er ein Heuchler. So wird man jede weitere Mrd. Kosten, die schon feststehen, dem Widerstand und der Schlichtung unterjubeln, zwei Fliegen mit einer Klappe.
Und nun soll doch endlich mal jemand sagen, welche Arbeitsplätze durch SS21 geschaffen werden, die nicht auch für einen Kopfbahnhof gelten würden, oder welchen Vorteil SS 21 gegenüber K21 für den ZAK bieten soll. Nein, diese Scheinheiligkeit ist zum Kotzen, es gilt, auf Kurs zu bleiben, egal, wie unsiinig oder gar kriminell ein Unterfangen ist. So schlägt sich Mappus auch auf die ENBW Schulter, Recht umgangen zu haben "zum Wohle des Staates". Recht gebeugt zu haben, wäre der bessere Ausdruck, bleibt in BW sowieso ohne Rechtsfolgen, da alltäglich. Schon der Verkauf der ENBW Anteile war ein Verbrechen am Volk, die Art des Rückkaufs bleibt nicht dahinter zurück. Auch der Dümmste hat längst gemerkt, dass der Ausverkauf der FRD nichts zum Besseren gekehrt hat, bei Post und Bahn wird alles viel viel schlechter und auf Energie sind wir alle angewiesen, nicht zu vergessen, dass der Bürger die Netze bezahlt hat, nun muss er sie ein weiteres Mal bezahlen, egal, welchen Stromanbieter er wählt, dto. Telefonnetz, an dem die Post noch immer partizipiert.
Der grosse Schuster in Stuttgart hat sogar die Wasserversorgung verkauft, man wird sie eines Tages sehr teuer zurückkaufen müssen, selbstredend nicht mit Schusters Geldern.
Wie lange nehmen das die Bürger noch hin?
Roland Späth am 16.12.2010 20:37:15

Gehts noch?!

Meiner Meinung nach ist es zu spät "jetzt" zu handeln. Dies wurde bereits vor Jahren beschlossen! Die Bürger hätten sich bei den Landtagswahlen wehren sollen. Ich verstehe nicht warum man bei "sowas" auf die Straße geht, obwohl man genug andere Gründe hätte. Rente mit 67, die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge usw. Andscheinend scheint die eigene Gesundheit den Bürgern weniger Wert zu sein, als ein Bahnhof der es nötig hat. Und außerdem wird der Bau durch die Demo nur noch teurer. Ich stehe hinter Stuttgart 21, da neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die Deutschland dringend nötig hat.. Man sollte auch mal über den Tellerrand hinaus schauen!
J. Becker am 01.12.2010 14:33:39

Antwort auf Gehts noch?!

Nein es geht nimmer in Ba-Wü. S21 ist Murks.
Eine Studie des Imu-intitutes in Stuttgart hat belegt das die Arbeitsplätze bei S21 kein Thema sind. Sondern nur ein tot schlag Argument.
Und heute ist S21 einfach viel zu teuer für unsere Zeit. Denn der neue Bahnhof kann einfach niemals mehr als heute schon der Alte. Das kann man auf der Seite von dem Ba-Wü Ministerium für Verkehr und Infrastruktur gern nach lesen.
Deswegen werden immer Leute dagegen sein. Komisch finde ich das die dafür sind zum Großen Teil nie Bahn fahren.
Nicole Haigis am 01.12.2011 17:48:30

"Stuttgart HBf"

... steht auf der Anzeige des Zuges auf dem Foto ...

Das wird sich mit S 21 aber leider in "Tübingen HBf" ändern, wenn S 21 erstmal fertig und in Betrieb ist, weil keine Diesel-Loks im S 21-Keller zugelassen sind.

Noch immer hat mancher nicht begriffen, daß "S21 = Umsteigen in Tübingen" bedeutet - wo da dann der "Zeitgewinn" von S 21 bleibt ...

Dass die Politiker im ZAK (fast alle) die "Betriebstrompete" blasen und FÜR S 21 sind, war ja klar - man guggt hald au no auf ein "Pöschdle" in Schduegerd ...

Dass die gestiegenen Kosten hinterher auf alle Bundesbürger verteilt werden und niemand sonst haftet, ist ja schon klar.



RL am 01.12.2010 12:30:01

Antwort auf "Stuttgart HBf"

Wenn die Zugstrecke von Tübingen nach Albstadt ebenfalls elekrifiziert werden sollte, würde eben diese Problematik weg fallen.

Ein Umsteigen in Tübingen ist aber auch heutzutage und ohne S21 schon ein Thema! Regionalzüge fahren ebenfalls nur bis Tübingen, wo auf die IRE's umgestiegen werden muss!

An sich ist das Prjekt S21 ein sehr futuristisches und schönes Unterfangen, allerdings sollte eben auch die Planung dazu passen!!
FF - 21 Jahre am 07.12.2010 10:17:01

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

Nun, dass bei dem Schlichterspruch von Geissler nichts anderes als eine Befürwortung von S21 herauskommt, ja sogar noch ein "Plus" mit einer Milliarde Mehrkosten, das hatte man sich bereits von Anfang denken können. Und die Landräte können dies alles natürlich gut und gerne begrüßen, denn unsere ganzen tollen Politker müssen die Kosten ja nicht aus eigenem Sack bezahlen, und später, sollten die Kosten für S21 explodieren, was erwartet wird, die Mehrkosten nicht selbst tragen, ja nicht einmal dafür gerade stehen. Denn im Nachhinein war keiner der Befürworter verantwortlich. Wer die Zeche zahlt, das sind die tatsächlichen Steuerzahler. Da setzt man dann einfach mal kurz die Steuern und Abgaben nach oben, gleichzeitg am besten noch die Diäten, dass es niemand merkt, und kürzt Sozialleistungen. Die Politiker, die solche Dinge beschließen, sollten mit ihrem kompletten Privatvermögen für solche Projekte haften, mal sehen, was dann noch beschlossen werden würde. Wir brauchen in Deutschland dringend eine direkte Demokratie, die Volksabstimmung, ansonsten werden in den nächsten Jahren irgendwann, wie in Frankreich, Autos und Häuser brennen.
Joachim am 01.12.2010 10:30:48
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