Harte Klänge für einen guten Zweck
Erstes „Heavy Metal Marder“-Festival
Albstadt-Laufen, 29.11.2010 von Hannes Mohr
Am Samstag Abend feierte das Heavy Metal Marder Festival in Laufen seine Premiere. Zirka 200 Karten brachte das Management im Vorverkauf an den Mann, über 500 Gäste waren es dann am Ende. Sogar bis in die Schweiz hatte sich das vom ZOLLERN-ALB-KURIER präsentierte Festival herumgesprochen. Dennoch hatte man sich mehr erwartet. Gerade auch, weil alle Gewinne an den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen gehen sollen. Der Veranstalter, Christoph Perchthaler, sieht es gelassen: „Es ist nicht schlimm, ob wir auf Null herauskommen oder sogar Minus machen. Wir haben einen super Festival aufgezogen, mit dem wir gute Bands und die Kinderkrebshilfe unterstützen.“ Dass es schwer sein würde, wusste er schon vorher, verriet er. Und wenn kein Gewinn abfällt? Dann gäbe es Spenden aus der eigenen Tasche. Auch seine Eltern Arnold und Heidi Perchthaler sind stolz auf den Sohn: „Dass er so etwas mit seinen 25 Jahren aufzieht – alle Hochachtung.“ Die Helfer arbeiteten alle unentgeltlich, um die Kosten der Benefizveranstaltung niedrig zu halten.
Als erstes betraten „Vanish“ an dem Abend die Bühne. Mit ihrem harten aber klassischen Sound zeigten sie den Metal-Fans sofort, dass sie am richtigen Platz waren. „Mantikor“ dagegen fuhren mit einer ordentlichen Ladung Metalcore auf. Dann kam „Downspirit“. Die eher klassische Metalschiene gepaart mit Country-Sounds auf der Mundharmonika ließen die ersten langhaarigen Köpfe wild kreisen. Zum ersten mal trauten sich die Fans bis vor an die Bühne. Hart gesonnene Metaler kamen bei „Watch me Bleed“ voll auf ihre Kosten. Der Mix aus Thrash- und Deathmetal kam mit schnellen knallharten Riffs und einer ordentlichen Portion Grunting, Growling und Shouting dank zwei Sängern.
Ihnen folgte der Auftritt der Lokalmatadoren. Die Band „Fusion of Souls“, bei der auch der Veranstalter Christoph Perchthaler spielt, brachte einmal mehr Abwechslung. Mit melodischen Streichern unterstützten sie die harten E-Gitarren. Eine stimmgewaltige Sängerin entlockte dem Metalsound eine mystische Note. Ihr Auftritt belohnten die Fans mit lauten Zugabe-Rufen.
Mit „Mystic Prophecy“ wurde wieder ein traditioneller Sound ausgepackt. Eine schrille Stimme kreischt auf sauberen, deftigen Powerchords – so wie man Metal aus seiner Urform kennt. Gerade zurück von ihrer Europa-Tournee zeigten sie keinerlei Müdigkeit und brachten das Publikum ordentlich ins Schwitzen. „Brainstorm“ richteten als Headliner des Abends – wie der Name auch schon verspricht – einen waren musikalischen Sturm an. Ihr Sound war sehr klassisch gehalten. Viele Fans waren nur wegen ihnen angereist und wurden nicht enttäuscht.
Pascal Perchthaler – Bruder von Christoph und Moderator – bedankte sich bei allen Bands, bei dem Veranstalter und vor allem dem Publikum, dass sie dieses Festival möglich gemacht hatten.
