Unmut wegen fehlender Zahlen
Schörzinger Räte stellen trotzdem Prioritätenliste Haushaltsplan auf
Schömberg-Schörzingen, 11.11.2010 von Siegfried Seeburger
Die Unterlagen zum Haushaltsplan waren für den Ortschaftsrat gut und umfassend vorbereitet worden. Trotzdem tat sich das Gremium schwer, gemeinsam einen Konsens für die entsprechende Vorlage an die Stadtverwaltung zu finden. Die in Vorbesprechungen erarbeiteten Investitionsunterlagen sind durch Kostenschätzungen des Stadtbauamts ergänzt worden. Das Gesamtvolumen liegt danach bei über 450 000 Euro. Eine fiktive Summe, von der die Ortschaftsräte nicht wirklich ausgehen können.
Deshalb wurde die Ortschaftsverwaltung beauftragt, den für Schörzingen möglicherweise zur Verfügung stehenden Finanzrahmen bei der Stadt zu eruieren. Darauf haben die Ortschaftsräte Jens Uwe Saat und Tommy Geiger nachdrücklich hingewiesen. Indes hat sich Ortsvorsteher Josef Rissler vergeblich bemüht, die entsprechenden Zahlen vom Stadtkämmerer zu erhalten, da die Beträge noch nicht abrufbereit sind.
Für den Ortsteil Schörzingen gäbe es keinen vom Gesamthaushalt abgekoppelten Finanzrahmen, stellte Josef Rissler vor dem Ratsgremium fest, weil das Haushaltsvolumen 2011 der Stadt noch von zahlreichen Entwicklungen und Entscheidungen abhinge. Mit deutlichem Unmut nahm das Gremium diese Aussage zur Kenntnis. Man einigte sich schließlich darauf, eine Prioritätenliste für Gesamtprojekte aufzustellen, wobei Ergänzungen und Streichungen innerhalb jedes einzelnen Projekts noch möglich sein müssen.
An der ersten Stelle der Liste steht die Sanierung der Grundschule unter Einbeziehung von sechs Klassenzimmern. Danach folgen die Sanierung der Gymnastikhalle, der Hohenberghalle sowie der Fronbergstraße. Auch undichte Stellen am nördlichen Dach des Kindergartens warten darauf, repariert zu werden.
Der Ortschaftsrat hat der von Josef Rissler vorgelegten Prioritätenliste zugestimmt.
