Studenten stehen an

Professor Gerd Nufer erhält Lehrpreis der Hochschule Reutlingen

Balingen / Reutlingen, 06.11.2010 von Jasmin Alber

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Was fortschrittliche Lehrkonzepte sind, zeigt Professor Dr. Gerd Nufer an der ESB Business School in Reutlingen. Für seine Leistungen wurde der gebürtige Balinger nun mit dem Lehrpreis der Hochschule geehrt.

Die Auszeichnung hat der 40-Jährige, der in Frommern als Sohn des Flaschnermeisters Günter Nufer aufgewachsen ist, für seine innovativen Lehrkonzepte erhalten. Sein jüngstes Meisterstück ist das neue Fach „Sport- und Eventmarketing“, das von ihm für den Studiengang „Internationales Management“ sozusagen maßgeschneidert wurde.

Der Sport war schon immer sein Steckenpferd, Nufer kickte viele Jahre aktiv beim TSV Frommern. „Ich konnte ein Stück weit mein Hobby zum Beruf machen“, erzählt der Professor stolz. Auch wenn er wegen einer Knieverletzung heute nicht mehr selbst Fußball spielen kann, schaut er in seiner Freizeit immer noch gerne bei Spielen in seiner Heimatstadt vorbei. Dann trifft man ihn auf dem Sportplatz der TSG Balingen oder bei den Handballern in der Sparkassen-Arena. Auch in seiner Doktorarbeit an der Universität Tübingen geht es um das Thema Sportmarketing.

Mit seinem Fachgebiet kann sich der Dozent also sehr gut identifizieren: „Authentizität ist wichtig. Wenn man etwas macht, bei dem man voll dahinter steht, kommt das auch bei den Studierenden an.“ Überfüllte Hörsäle verdeutlichten die große Beliebtheit des Dozenten. Es mussten sogar Zusatztermine angeboten werden, um die große Nachfrage zu decken.

Seit nunmehr sechs Jahren lehrt Nufer an der ESB, der größten Fakultät der Hochschule Reutlingen. Er hat vor einigen Jahren auch ein anderes Fach quasi neu geschaffen: Die praxisorientierte Vorlesung „Marketing below the line“ vermittelt seit knapp drei Jahren innovative Marketingmaßnahmen, die über das Lehrbuch hinaus gehen. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis schaffe er vorbildlich, spricht ESB-Dekan Professor Dr. Ottmar Schneck seinem Kollegen ein großes Lob aus.

Doch Nufer ist nicht nur ein exzellenter Lehrmeister. Auch die Forschung hat es ihm angetan. „Ich arbeite unheimlich gerne empirisch“, so Nufer. Für die Arbeiten zu einer seiner vielen Veröffentlichungen – vier Bücher allein im vergangenen Jahr – befragte er Schüler am Balinger Gymnasium, wo er selbst vor rund 20 Jahren das Abitur gemacht hat. Dem „Gymi“ fühlt er sich auch heute noch verbunden. Deshalb hat der 40-Jährige, der mit seiner Frau in Reutlingen lebt, der Bibliothek gerne eine Auswahl seiner Werke geschenkt.

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