Musterzimmer mit Multimedia
Neubau des Balinger Kreiskrankenhauses geht voran – Besichtigung mit Kreisräten und Anwohnern
Balingen, 11.10.2010 von Hannes Mohr
Christoph Heneka, Dezernent der Haupt- und Finanzverwaltung des Landratsamtes, begrüßte die rund 60 Personen, die gekommen waren, um den Fortschritt des Krankenhausbaues zu verfolgen. Heneka bedankte sich vor allem bei den direkten und indirekten Anwohnern für ihr großes Verständnis während der Abriss- und Bauphase. Sie mussten nicht nur Lärm und Staub ertragen. Während der nun zweijährigen Bauzeit verschlechterte sich auch die Parkplatzsituation, so dass die Anwohnerparkplätze in den Straßen zugeparkt wurden.
Heneka ist zufrieden mit dem Baufortschritt. Der Rohbau ist bereits fertig und der Innenausbau hat mittlerweile schon angefangen. Die genaue Erläuterung der Einzelheiten zum Bau und die Führung durch den Rohbau übernahm Jens Lindenau, Architekt und Bauleiter. Zusammen mit seinen Kollegen überwacht er von Beginn an die Baustelle. An großen Plakaten mit Grundrissen und Ausdrucken von Computersimulationen verdeutlichte Lindenau den Aufbau des Krankenhauses, der in die zwei Bereiche Funktion und Pflege gegliedert werden kann. Vom Gesundheitsamt, über den Hauptkomplex, bis zum Schwesternwohnheim ließ er keine Details aus. Auf die Innenhöfe ist Lindenau besonders stolz. Der Blick vom Dach lässt bis jetzt nur Baustelle erkennen, aber die später begrünten Innenhöfe werden einmal zum Treffpunkt der Krankenhausbesucher.
Landrat Günther-Martin Pauli traf ein, als die Gruppe das vollständig ausgebaute Musterzimmer besichtigte. Das Zweibettzimmer erstrahlte noch in klinisch sterilem Weiß. Später soll ein Zwei-Farben-Konzept die kahlen Flächen auflockern. Die funktionalen Räume, wie Operationssaal oder Röntgenraum, bekommen grüne Akzente, während die Pflegebereiche mit warmen Tönen, wie Rot und Orange akzentuiert werden. Das soll den Besuchern helfen, sich später einmal wohler zu fühlen. Besonderheit des neuen Zimmers war das Multimedia-System, bei dem jeder Krankenhausbesucher einen Bildschirm direkt am Bett hat.
Pauli freute sich über die gute Resonanz auf die Führung. Die angeregten Gespräche der Besucher freuten ihn: „Die richtige Kommunikationspolitik war uns von Anfang an wichtig. Viel Transparenz und Nähe zu den Bürgern waren von großer Wichtigkeit und führten letztendlich zu der Akzeptanz und dem guten Gelingen des Projektes.“ Bis das Krankenhaus allerdings fertig ist, wird es noch eine Weile dauern.
Im zweiten Bauschritt kommt nun die Verbindung des alten mit dem neuen Komplex, innen geht derweil der Ausbau der Räume weiter.
