„Mix zeichnet Turnier aus“

INTERVIEW

„Mix zeichnet Turnier aus“

Bisingen, 09.10.2010

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Seit das Reitturnier des Reitsportzentrums Hohenzollern im August 1998 seine Premiere feierte, ist Catrin Feyrer beim Klassiker unterm Zoller mit von der Partie. Die Tochter des RSZ-Vorsitzenden Joachim Feyrer stand ihrem Vater von Anfang an helfend zur Seite. In den vergangenen Jahren seien die Aufgaben, welche sie in der Organisation zu übernehmen habe, eben mehr und mehr geworden, erklärt die 31-Jährige lächelnd. Und auch Joachim Feyrer gesteht schmunzelnd und stolz, dass er sich mittlerweile vermehrt um das Sponsoring kümmere, während die Tochter zunehmend in Sachen Leitung und Organisation die Feder führe. Mit unserem Redaktionsmitglied Marcel Schlegel unterhielt sich die Turnierleiterin über die 14. Auflage der Hohenzollern-Reitturniere in Steinhofen, über deren Vorzüge, Probleme und Zukunft.

Die Resonanz beim Klassiker unter dem Zoller ist ungebrochen. Was zeichnet das Turnier denn aus?

CATRIN FEYRER: Zum einen ist es natürlich die Anlage selbst, welche die Reiterinnen und Reiter zu schätzen wissen. Diese verfügt über eine sehr gute Infrastruktur, mit kurzen Wegen. Überdies ist sie zu großen Teilen befestigt und überdacht. Es kann also bei jedem Wetter geritten werden. Kurzum: Die Sportler finden bei uns einfach optimale Bedingungen vor.

22 Prüfungen gehen hier in fünf Tagen vonstatten – allein neun davon in der S-Kategorie. Wieso sind Prüfungen der unteren Kategorien überhaupt noch notwendig?

FEYRER: Auf diese wollen wir auf keinen Fall verzichten. Wir wollen auch den Reiter aus der Region die Chance geben, bei unserem Turnier mit dabei zu sein. Die regionalen Pferdesportler und der Nachwuchs schätzen das Turnier genauso, wie die Topsportler und internationalen Teilnehmer. Erst der Mix aus Regionalität, Nachwuchs und Spitzensport macht das Turnier zu dem, was es ist. Außerdem gehören jene Aufbauprüfungen zu einem guten Turnier einfach dazu. Auch den jungen Pferden muss irgendwann mal die Chance eingeräumt werden, unter Wettkampfbedingungen geritten zu werden. Die sind die Stars von morgen, die Pferde, welche später einmal die S-Springen gehen.

Dann haben die Reiter hier nicht nur ihre besten Vierbeiner dabei?

FEYRER: Jeder Teilnehmer geht bei uns mit mindestens zwei Pferden für die S-Springen, sowie einem oder zwei Youngsterpferden für die Prüfungen der unteren Kategorien an den Start. Unser Turnier ist im süddeutschen Raum eines der ersten in der erst kürzlich begonnenen Hallensaison. Die Reiter nutzen die Gelegenheit.

Die Erfahrung aus 13 Turnieren floss und fließt in die 14. Ausgabe mit ein. Stoßen Sie nach so vielen Jahre trotzdem noch auf Probleme?

FEYRER: Probleme gibt es immer mal wieder. Diese sind dann aber zumeist kleinerer Natur. Nach so vielen Wiederholungen ist vieles auch ein Stück weit Routine. Das Kernteam arbeitet schon seit vielen Jahren zusammen. Jeder weiß da, was er zu tun hat. Und wenn einer mal auf eine neue Schwierigkeit trifft, dass kommt diese eben auf unsere Checkliste, die dann nach und nach abgearbeitet wird.

Wieviele Helfer greifen Ihnen denn unter die Arme?

FEYRER: Insgesamt sind es gut 60 überaus fleißige Vereinsmitglieder, Bekannte und Freunde, die an allen fünf Tagen, oft zwölf Stunden und mehr, im Einsatz sind.

Das Turnier wird immer größer. Geht noch mehr –oder sind die Kapazitätsgrenzen bereits erreicht?

FEYRER: Es ist einfach so, dass wir gar nicht mehr wollen. Ich finde die Ausschreibung, wie sie jetzt ist, optimal. Wir haben in diesem fünf Tagen wirklich alles untergebracht.