Kostbare Uhr setzt neuen Glanzpunkt

Doppelgesichtige Uhr als Attraktion beim 16. Tag der Begegnung im Hahn-Museum

Kostbare Uhr setzt neuen Glanzpunkt

Albstadt-Ebingen, 07.10.2010 von Bianka Roith

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Zum 16. Tag der Begegnung am Sonntag, 10. Oktober, im Philipp-Matthäus-Hahn-Museum in Onstmettingen erwartet die Besucher wieder eine ganz besondere Attraktion: eine doppelgesichtige Standuhr von Philipp Matthäus Hahn von 1780.

Als Dauerleihgabe wird die neue Uhr einen weiteren Glanzpunkt im „Kasten“ setzen. Manfred Schaber, Vorsitzender des Fördervereins des Philipp-Matthäus-Hahn-Museums, und sein Stellvertreter Fritz Brenner erläutern, welche kostbare Leihgabe das Kasten-Museum in Onstmettingen in Zukunft bereichern wird. Es handelt sich dabei um die Uhr Nr. 3.44, Hahnkatalog I Seiten 443-445, die dem Hahnmuseum als Dauerleihgabe übergeben wird. Bei der süddeutschen Standuhr in Mahagoni mit doppelseitigem Zifferblatt hat Philipp Matthäus Hahn mit Johannes Klinckerfuss, einem berühmten Ebenisten, zusammen gearbeitet. Der Kunsttischler Klinckerfuss schuf den Kasten für eine besondere Uhr mit einem rückseitigen Zifferblatt. Und es ist genau diese Doppelgesichtigkeit einer Bodenstanduhr, „die bei Hahn einmalig ist“, betonen die Verantwortlichen des Fördervereins.

Die astronomische Standuhr zeigt die Sternzeit oder eine zweite Zeitzone. Über dem Zifferblatt befindet sich noch eine halbrunde Anzeige mit Mondphasen, Mondalter und Monatstagen. Vier Löwenfüße tragen den Pendelkasten. Die Zwickel (Ecken) sind mit Messingbeschlägen geschmückt, die Flussgottheiten und Siegesgöttinnen zeigen.

Das Uhrwerk wurde im Jahr 1780 in Kornwestheim konstruiert. Manfred Schaber und Fritz Brenner vermuten, dass die Uhr im Raum Stuttgart stand und dann wieder auftauchte bei Christie’s in Amsterdam. Nun wird sie im Kasten stehen und die Betrachter jedes Mal wieder aufs Neue faszinieren. Die Restaurierungsarbeiten haben die Schreinerei Gerd Kopf in Stuttgart und der erfahrene Meisteruhrmacher Wilhelm Rieber aus Tiefenbronn bei Pforzheim übernommen, der sämtliche astronomische Uhren im Hahnmuseum betreut. Die Standuhr mit den Maßen 192 mal 56 mal 41 Zentimetern wird in einer Vitrine aufgestellt und erhält einen rückwärtigen Spiegel, um die Doppelgesichtigkeit ins rechte Licht zu rücken.

Am Tag der Begegnung wird sie feierlich enthüllt. Musikalisch umrahmt wird dieses Ereignis vom Klarinetten-Ensemble. Vorsitzender Manfred Schaber wird dann die Gäste begrüßen, bevor Uhrmacher Wilhelm Rieber die Uhr präsentiert. Fürs leibliche Wohl der Besucher sorgen die Mitglieder des Fördervereins im Albvereinsheim „Ochsenscheuer“ beim Rathaus. Der Singkreis Kasten wird die Gäste mit seiner Musik unterhalten. Außerdem gibt es öffentliche Führungen durchs Hahnmuseum im Kasten und durch die Waagen-Ausstellung in der Riedschule.

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