Gesundheit braucht Gleichgewicht

Vortrag von Dr. Antje-Katrin Kühnemann ein Anziehungspunkt der Albstädter Gesundheitstage

Albstadt-Ebingen, 04.10.2010 von Ulrike Zimmermann

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Keine Frage, die Gesundheit liegt den Albstädtern am Herzen. Das zeigte am Wochenende die große Resonanz auf „gesinA“, die Gesundheitstage 2010 in Albstadt.

Anziehungspunkt Nummer Eins war erwartungsgemäß der Auftaktvortrag von Dr. Dr. Antje-Katrin Kühnemann, Moderatorin und Ärztin, die über 34 Jahre ihre erfolgreiche Sprechstunde im Bayrischen Fernsehen hielt. Der Vortragsraum platze aus allen Nähten.

Viele nahmen mit Stehplätzen vorlieb, um ihren sehr persönlichen und lebendigen Ausführungen zum Thema: „Jeder ist seines Glückes Schmied. Gilt das auch für die Gesundheit?“ zu verfolgen. Diese Frage hat sie sich wohl selbst schon oft gestellt, vor allem, als im Februar dieses Jahres bei ihr eine aggressive Form von Brustkrebs diagnostiziert wurde. Untergehen oder Überleben war die Devise. Es nötigt Hochachtung ab, wie diese zerbrechlich wirkende, zarte Frau, die erst vor 14 Tagen ihre Chemotherapie beendete, den Kampf gegen die tückische Krankheit aufnimmt und – trotz ihres Schicksals – die Botschaft vermittelt: „Wir sind unseres Glückes Schmid – auch in der Gesundheit. Auch wenn es keine reine Ja-Nein-Antwort gebe, könne jeder viel dafür tun, dass vorhandene Anlagen und schicksalshafte Erkrankungen nicht oder später zum Ausbruch kämen. Ihr Vorbild sei Hildegard von Bingen: „Gesundheit heißt, wir sind im Gleichgewicht“. Eine Krankheit breche erst aus, wenn dieses Gleichgewicht gestört sei. Jeder könne viel dafür tun, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Bewegung stehe dabei an erster Stelle, in jedem Lebensalter, neben Ernährung, Prävention und Früherkennung. Miteinander heiße das Schlüsselwort. Unsere Gesellschaft leide an Vereinsamung. Doch nur derjenige, der auch psychisch im Gleichgewicht und positiv eingestellt sei, könne gesund sein oder wieder werden.

Das „gesinA-Team“ hatte ein lokales Netzwerk aufgebaut, um den Besuchern Informationen aus erster Hand rund um die Gesundheit zu bieten und ein beachtliches Veranstaltungsforum zu präsentieren. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr hat das Kompetenzteam um Leiterin Edith Koschwitz die Angebote der 50 Aussteller komprimiert und auf Festhalle und Schlossberghalle konzentriert. Der Effekt: kurze Wege und die Möglichkeit, an einem Wochenende viele Möglichkeiten zu nutzen. Die Albstädter demonstrierten, wie wichtig ihnen ihre Gesundheit ist. Nicht nur die Stände waren rund um die Uhr gut besucht, auch die Vorträge mit Beteiligung des Zollernalb-Klinikums zu den Kernthemen Schlaganfall, Brustkrebs, Diabetes und Wirbelsäule stießen auf große Resonanz.

Dass zur Gesundheit auch die Kräfte der Natur wirkungsvoll eingesetzt werden können, hat sich längst herumgesprochen. Die Galerie im Obergeschoss der Festhalle war eine einzige Wohlfühloase mit verführerischen Düften, Massagen, Kunst- und Lichttherapie, Kosmetik und Hautpflege.

Dass die Nahrung ein wichtiger Baustein bei der Erhaltung der Gesundheit ist, wusste schon Paracelsus: „Deine Nahrung soll deine Medizin sein.“ Ein großer Regionalmarkt am Sonntag vor der Festhalle ließ keine „gesunden“ Wünsche offen.

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