„Wir stehen hier am Anfang“
Rosenfeld will bei Stadtkernsanierung nun auch „über die Balinger Straße gehen“
Rosenfeld, 30.09.2010 von Rosalinde Conzelmann
Die bisherige Bilanz der Stadtkernsanierung über das Landessanierungsprogramm (LSP) ist beachtlich und beispielhaft. In der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause war der Sachstandsbericht von Steg-Planer Mike Lux einer der erfreulichen Tagesordnungspunkte (der ZAK berichtete). Am Ende stand der Beschluss, einen weiteren Aufstockungsauftrag beim Regierungspräsidium in Höhe von 550 000 Euro zu stellen, damit die erfolgreiche Sanierungsgeschichte weitergehen kann.
Läuft alles nach Plan, könnten die Verwaltung und der Gemeinderat bereits in einem halben Jahr zumindestens mit der Planung von zwei Wunschprojekten beginnen: Der Rosen- und Skulpturenpark am Ortseingang und die Neukonzeption für den innerstädtischen Bereich „Schlossstraße“.
Der Bereich „Schlossstraße“ ist seit Jahren ein Thema im Gemeinderat. Für das leerstehende, ortsbildende Gebäude an der Ecke Balingerstraße/Schlossstraße gab es immer wieder Konzepte, die aber letztlich an der Finanzierung oder der Investorenfrage gescheitert sind.
Vorausgesetzt der Aufstockungsantrag wird im Frühjahr 2011 positiv beschieden, würde die Steg als beauftragtes Planungs- und Abwicklungsbüro ein Konzept entwickeln, das als ersten Schritt den Abriss von mehreren Gebäuden in dieser „Problemzone“ vorsieht. Dafür sind rund 200 000 Euro vorgesehen. „Wir stehen hier am Anfang, es gibt noch nichts Konkretes, wir wollen eine Neukonzeption Schritt für Schritt entwickeln“, betont Lux. Schließlich handele es sich hier um einen sehr sensiblen Bereich. Fest steht wohl aber schon, dass die Stadt bei der Neugestaltung einen Investoren ins Boot holen möchte. „Je mehr Vorarbeit die Stadt geleistet hat, umso attraktiver ist das Ganze für einen Investor“, sagt Lux.
Weniger problematisch sieht der Planer die Realisierung des zweiten Wunsches, der Schaffung eines Rosen- und Skulpturenparkes“ am Ortseingang von Balingen kommend. Auch keine neue Idee. Für Bürgermeister Thomas Miller ist es schon länger ein besonderer Wunsch, dass seine Stadt einen schöneren Ortseingang bekommt. Für diese Maßnahme sind ebenfalls 200 000 Euro beantragt. Auch hier ist noch nichts konkretisiert, sagt Lux. Denkbar wäre, die zum Teil verwilderten Gärten und Grundstücke an dem Hang neu anzulegen und mit Treppen, Bänken und einer Bepflanzung eine neue, attraktive Gesamtansicht zu schaffen.
