Kunst im Kameraobjektiv

Bernd Zimmermann feiert „30 Jahre Paulusgalerie“ mit zwei Ausstellungen

Albstadt-Tailfingen, 30.09.2010 von Holger Much

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Seit 30 Jahren existiert die Paulusgalerie, mit der Bernd Zimmermann einen außergewöhnlichen und konstanten Beitrag zur Kulturlandschaft Albstadts beisteuert. Dieses Jubiläum wird gefeiert.

Die Paulusgalerie ist eines jener ungewöhnlichen und besonderen Kleinode, die den Reiz der Albstädter Kulturlandschaft ausmachen. Aus persönlichem Engagement heraus ins Leben gerufen und privat geführt von dem Tailfinger Künstler Bernd Zimmermann, bildet sie seit drei Jahrzehnten den vitalen Treffpunkt von Kunst- und Kulturinteressierten aus Albstadt und weit darüber hinaus.

Ursprünglich, erzählt Bernd Zimmermann im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER, sei die Paulusgalerie eine ganz normale Galerie gewesen mit zahlreichen Ausstellungen verschiedenster Künstler. Rund zehn Jahre habe er die Galeristentätigkeit ausgeübt. Bis zu acht Ausstellungen haben regelmäßig interessiertes Publikum in die malerischen Räume in der Paulusstraße 3 in Tailfingen gelockt, darunter mittlerweile solch bekannte Namen wie die des polnischen Künstlers Dariusz Milinski.

Doch irgendwann, räumt Bernd Zimmermann ein, habe sich der Aufwand und auch die damit verbundenen Kosten nicht mehr gelohnt. Zugleich erhöhte sich das eigene Kunstschaffen von Bernd Zimmermann. Also wurde aus der Galerie eine Werkstattgalerie, in der die stetige Entwicklung und die neuesten Arbeiten von Bernd Zimmermann selbst zu sehen sind. Einmal im Jahr lädt der Schöpfer eigenwilliger und unverwechselbarer Skulpturen aus Ton und neuerdings aus Stahl zur Werkschau in die Paulusgalerie.

Was in eingeigelter, winterlicher Abgeschiedenheit in Tailfingen und bei Arbeitsaufenthalten im Atelier in Spanien geschaffen wird, geformt in Ton, geschweißt oder gedruckt oder gemalt, findet den Weg an die Ausstellungswände.

Das Jubiläum seiner Galerie begeht Bernd Zimmermann mit einem Experiment und einer besonderen Doppelausstellung: Einerseits stellt er neueste, eigene Werke aus.

Andererseits wird er selbst und sein Werk künstlerisch gesehen und interpretiert. Dies geschieht auf spannende Weise durch das Kameraobjektiv der Berliner Künstlerin Eva Brunner. Die gebürtige Schweizerin lebt seit 1987 in Berlin als Autorin, Übersetzerin und Fotografin und bestreitet seit 2005 Fotoausstellungen im In- und Ausland.

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Weitere Infos

Doppelausstellung „Bild und Bildnis“ zum Jubiläum „30 Jahre Paulusgalerie“: Sonntag, 3. Oktober, 10. 30 Uhr im Café Lenau und 11.30 Uhr in der Paulusgalerie. Musik: Mehdi Djamei und Stefanie Doldinger, Querflöten.

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