Keine Anfänger mehr

Künftige digitale Forensiker beginnen Studium in Balingen

Balingen, 25.09.2010

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Sie kommen aus ganz Deutschland: Insgesamt 35 Studenten starteten gestern ihr Aufbaustudium der „Digitalen Forensik“ in Balingen.

Stolz klang aus den Worten Bürgermeisters Reinhold Schäfer, als er gestern Nachmittag in den Räumen der Balinger Volkshochschule die „Studienanfänger“ begrüßte. Vor ihnen liegen sechs Semester, bzw. eine dreijährige Fortbildung, in der sie sich „mit der Sicherung, Analyse und Verwertung von digitalen Spuren beschäftigen“. Und dies im Idealfall in gerichtsverwertbarer Weise.

Der neue Studiengang ist direkt der Hochschule Albstadt-Sigmaringen angegliedert, er ist Auftakt eines Fortbildungsangebots, das im neuen „Institut für wissenschaftliche Weiterbildung“ (IWW) gemeinsam mit späteren Aufbaustudiengängen zusammengefasst sein wird. In diesem Falle geht das neue Institut eine Kooperation mit der Stadt Balingen ein. „Der erste Schritt zu einem Hochschulstandort Balingen,“ so OB Helmut Reitemann bei der Vorstellung des neuen Studienganges im Frühjahr dieses Jahres gemeinsam mit Hochschulrektor Günther Rexer, in jedem Falle aber ein bedeutendes Attribut des Wirtschaftsstandortes Balingen.

„Digitale Forensik“ meint quasi die kriminalistische Spurensuche im Internet, in jeder Form digitalen Datenverkehrs. „Solch eine Einrichtung ist gesellschaftlich einfach erforderlich, um in den unterschiedlichsten Feldern für IT-Sicherheit zu sorgen“, erklärte Prof. Martin Rieger, früherer Prorektor der Hochschule Albstadt / Sigmaringen und jetziger Verantwortlicher für den neuen Studiengang. „Unser Fach ist sicherlich etwas ganz besonderes, es wird an keiner anderen deutschsprachigen Hochschule in dieser Art angeboten.“

Rieger sorgte unter den Anwesenden für Heiterkeit, als er anmerkte, „dass sie sich mit der Anrede Studierende sicher noch etwas schwer tun“. Nicht, dass die „Digitale Forensik“ kein Studiengang wäre, aber die meisten, die sich angemeldet hätten, kämen eben direkt aus dem Berufsleben. „Sie unterscheiden sich schon darin von unseren übrigen Studenten, dass man ihnen nichts mehr vormachen kann.“

In Vertretung des Hochschulrektors Rexer hieß Riegers Nachfolger im Amt des Prorektors, Prof. Dirk Berndsen, die „künftigen digitalen Forensiker herzlich willkommen“. Berndsen stellte in kurzen Worten die Hochschule und die Region Zollern-Alb vor.

Nach der kleinen Eröffnungsfeier ging es dann aber auch schon los. Schließlich ist das Studienfach keine Dauereinrichtung mit täglichen Kursen. Die Studierenden absolvieren vielmehr eine Art Fernstudium mit Präsenzwochenenden in Balingen. So wie eben an diesem Wochenende.

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