Babybrei für Susi und Moritz
Neue niedliche Attraktion im Albaquarium: Weißbüscheläffchen haben sich eingelebt
Albstadt-Ebingen, 23.09.2010 von Holger Much
„Ich glaub mich laust der Affe“ können die Mitarbeiter des Albaquariums seit kurzer Zeit sagen. Denn es ist noch nicht allzu lange her, dass Deutschlands einziger vereinsgeführter Zoo zwei besonders niedliche und knuffige Attraktionen vorzuweisen hat.
Susi ist dreieinhalb Jahre alt und damit eine junge Affendame, ihr Kompagnon Moritz zählt erst neun Monate und ist somit noch im Flegelalter.
Maili Fritz, die Frau von Albaquariumschef Peter Fritz, hat sich mit den beiden flinken Kletterkünstlern bereits angefreundet. Während sie sich in den ersten Tagen nur versteckten, haben sich Susi und Moritz nun nach zwei Wochen recht gut eingelebt und zeigen mittlerweile nur noch wenig Scheu. Und während Susi zierlich Baby-Fruchtbreichen vom Kaffeelöffel schlabbert, als wüsste sie, dass sie für diesen komischen Pressefotografen ein besonders possierliches Bild abgeben muss, setzt sich Moritz dabei zutraulich auf Maili Fritz' Schulter und zeigt seine Gelassenheit dadurch, dass er ein kleines warmes Affenbächlein laufen lässt.
„Wir hoffen natürlich auf Nachwuchs“ erzählt Peter Fritz, der, um die Weißbüschelaffen in einer öffentlichen Tierschau halten zu dürfen in der Wilhelma extra eine Art „Affenführerschein“ machen musste. Und man hofft auch auf den ein- oder anderen Besucher mehr, denn im Zuge der Sparmaßnahmen wurde auch dem Albaquarium der städtische Zuschuss flugs um die Hälfte gekürzt.
Doch Susi und Moritz werden schon für Zulauf sorgen. Denn nichts finden sie spannender, als Menschen im Zoo zu beobachten und dabei Faxen zu machen.
Kleine freundliche Gesellen mit Familiensinn: Weißbüscheläffchen
Klein aber oho: Die Weißbüschelaffen gehören zu den so genannten „Krallenaffen“ und kommen aus Brasilien. Dort bewohnen die winzigen Primaten zumeist ebenso winzige Territorien in Gruppen von zwei bis 15 Tieren. Das soziale Verhalten der kleinen Familienfans ist so stark, dass sie – eine Seltenheit auch unter Primaten – anderen aus lauter Freundlichkeit beispielsweise Futter anbieten, ohne etwas dafür zu verlangen oder zu bekommen. Sie ernähren sich von Insekten, Früchten, Pilze, Schnecken, Eier oder Baumsäften.
