Zollernalbkreis, 20.09.2010

Packendes Finish bei der Premiere

Entscheidung beim Sparkasse Trans Zollernalb fällt auf den letzten Metern – Genze gewinnt

Packendes Finish bei der Premiere
Was für eine Premiere! Erst auf den letzten Metern fiel beim Sparkasse Trans Zollernalb die Entscheidung – und die war hauchdünn. Hannes Genze ge-wann mit einer Sekunde Vorsprung die Gesamtwertung.

Der Deutsche lag völlig ausgepumpt auf den Pflastersteinen des Hechinger Schlossplatzes – und rang nach Luft und Worten. Der Multivan Merida-Pilot hatte sich auf der letzten Etappe total verausgabt und haderte: Die Konkurrenz habe ihn noch „niedergekämpft und es hat wohl nicht gereicht“. Am Ende rettete der Sindelfinger, welcher gestern in einem packenden Finish hinter dem starken Belgier Kevin van Hoovels, Marathon-Weltmeister Alban Lakata (Österreich) und Kristián Hynek (Tschechien) Vierter wurde, eine Sekunde Vorsprung ins Ziel und holte sich in einer Gesamtzeit von 7:03:57 Stunden den Gesamtsieg.

„Das ist nicht typisch für einen Marathon“, meinte Lakata, „und schon gar nicht für eine Etappenfahrt.“ Doch bei diesem superschnellen Rennen sei alles möglich gewesen, so der Österreicher weiter. Mit Rang drei im Gesamtklassement war er „sehr zufrieden, schließlich habe ich nicht mehr die WM-Form.“ Dass der Lienzer zudem die langen, steilen alpenspezifischen Anstiege liebt, ist ohnehin kein Geheimnis – und so fiel sein Fazit durchweg positiv aus: „Eine tolle Veranstaltung am Ende einer langen Saison, tolle Zuschauer und eine perfekte Organisation.“

Das Team um Veranstalter Stephan Salscheider leistete zweifels-ohne nicht nur in den vergangenen drei Tagen hervorragende Arbeit. „Die Kooperation mit allen Beteiligten verlief reibungslos“, bilanziert Salscheider, der mit dem Ablauf des ersten Trans Zollernalb „hochzufrieden“ war, „wir hatten supertolles Wetter – das macht es gleich 50 Prozent einfacher.“ Dass der frühere Weltcup-Fahrer dennoch ein wenig nervös war, liegt in der Natur der Sache, „schließlich war es eine Premiere.“ Bei der hatten die Mountainbiker 214 Kilometer und kernige 4500 Höhenmeter zu bewältigen. „Konditionell anspruchsvoll“, charakterisiert Salscheider die Strecke, der beim zweiten Trans Zollernalb im kommenden Jahr „nicht allzu viel ändern will. Schließlich hatten wir sehr viele Zuschauer in den verschiedenen Ortschaften – und genau das haben wir gewollt“. Allein terminlich sei es schwierig, verrät der Straßberger, „da die deutschen Marathon-Meisterschaften Mitte September geplant sind. Vielleicht müssen wir nach vorne ausweichen.“

Das kommt den deutschen Fahrern sicherlich nicht ungelegen, schließlich ist der Trans Zollernalb eine gute Vorbereitung mit hochkarätiger internationaler Konkurrenz. „Diese Rundfahrt ist ein Traum“, sagt Torsten Marx, obwohl der Hechinger nach einem Defekt auf der zweiten Etappe nicht mehr um den Gesamtsieg mitmischen konnte. „Das Konzept mit drei Rennen an einem verlängerten Wochenende greift“, nimmt der Mountainbike-Profi den Gesprächsfaden wieder auf und ergänzt: „So können auch Hobbyfahrer diese Grenzerfahrung machen, ohne dass sie Urlaub brauchen.“ Er sei jedenfalls gespannt, wie sich diese Veranstaltung entwickle, blickt der Profi vom Team DS-Rennsport voraus, der sich in heimischen Gefilden mehr ausgerechnet hatte. Nach dem Sturz am ersten Tag – auf der wilden Hatz von Bad Imnau nach Balingen – und dem abgebrochenen Pedal am zweiten Tag auf der Königsetappe habe er wohl „zu viele Körner“ gelassen – und konnte auf den letzten 77 Kilometern von Albstadt nach Hechingen nicht mehr angreifen. „Ich wollte mehr zeigen“, räumt Marx unumwunden ein, „und hatte die Form, um in der Spitzengruppe mitzufahren.“ Die brachte an drei Tagen mächtig Punch auf die Pedale – und Weltmeister Lakata fasste es schließlich für seine Kollegen zusammen: „Es sind immer gute Rennen bei den Schwaben. . .“

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Trans Zollernalb.

Kommentare unserer Leser


Tolle Bilder

Wie immer tolle Bilder von Herrn Fuhrmann...
gruß

Matze
von Matze am 20.09.2010 11:22:00

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