Eltern sehen Optimierungsbedarf
Die Pläne zur Kindergartensanierung wurden dem Ortschaftsrat vorgestellt
Rosenfeld-Heiligenzimmern, 18.09.2010 von Bettina Stehle
Am Donnerstagabend informierten sich der Ortschafts- und Pfarrgemeinderat, die Kindergartenleitung und der Elternbeirat über den Stand der Planung. Kindergartenleiterin Gudrun Bisinger gab bekannt, dass der zweigruppige Kindergarten zur Zeit von 36 Kindern besucht werde. Die Nachfrage nach der Betreuung auch für unter Dreijährige sei da. In der Vergangenheit habe man durch Ausnahmegenehmigung Zweieinhalbjährige aufnehmen dürfen. Für das jetzige Kindergartenjahr sei letztmals eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden, da eigentlich die räumlichen und hygienischen Voraussetzungen nicht vorhanden seien.
Klaus May informierte als Pfarrgemeinde –und Stiftungsrat die interessierten Eltern und Ratsmitglieder über die bisherige Planung. Der 40 Jahre alte Kindergarten entspreche in vielen Belangen nicht mehr den aktuellen Anforderungen und müsse deshalb mit einem Volumen von 550 000 Euro saniert werden, wovon die Kirchengemeinde 20 Prozent übernehme und der Rest aus dem städtischen Haushalt kommen müsste. Anhand des bisherigen Plans von Architekt Pfeffer aus Stetten ist neben dem Einbau von neuen Fenstern, der Dachsanierung und eines neuen Außenputzes auch die Erneuerung der sanitären Anlagen vorgesehen. Die Küche soll so ausgestattet werden, dass eine Essensausgabe möglich ist. Der Umbau des Abstellraumes zu einem Ruheraum, ein Wickeltisch und eine kleine Dusche würden es dann erlauben, dass eine Aufnahme ab zwei Jahren möglich wäre. Diese Maßnahmen bewirken aber, dass der Garderobenplatz verkleinert wird und ein Teil der Garderobe auf den Flur ausgelagert werden muss. Das Büro würde geringfügig vergrößert und der Geräteraum im Außenbereich würde zu einem Multifunktionsraum umgerüstet. Als Bewegungsraum ist dieser allerdings zu klein und für die Außenspielgeräte müsste dann ein Gerätehäuschen gebaut werden.
Die Eltern und Ortschaftsräte konnten sich mit der Planung nicht so recht anfreunden. Elternbeirat Jörg Bisinger brachte die Stimmung dann auf den Punkt: „Wäre da ein Neubau nicht günstiger,“ fragte er und erläuterte, dass er in der bisherigen Planung ein Flickwerk sehe, weit weg von einer Optimallösung. Auch Ortschaftsrat Claudius Schrenks Argumentation ging in diese Richtung und Ortschaftsrat Yalzin Kurnaz gab zu bedenken, dass man zukunftsorientiert planen müsse. „Aus dem Eingangsbereich könnte man mehr machen“, meinte der fachkundige Ortschaftsrat Hubert Schreiner und seine Ratskollegin Luise Lohrmann regte die Nutzung von erneuerbaren Energien an. Ortsvorsteher Rolf Kotz versprach den Anwesenden, dass er die Anregungen bei der weiteren Planung prüfen lassen werde und auch Klaus May versicherte, dass er im Stiftungsrat die Neubaulösung nochmals prüfen lassen wolle.
