Der Stadtbach plätschert
Auf dem Bürgerturmplatz leuchten „rote Ufos“ und „blaue Wunder“
Albstadt-Ebingen, 18.09.2010 von Dagmar Stuhrmann
Johann Senner, der Planer vom Bodensee, dessen Entwurf im unteren Marktstraßenbereich und auf dem Bürgerturmplatz verwirklicht wurde, zog kurzerhand die Schuhe aus und testete die Steine im Bach bei fließendem Wasser. Ergebnis: „Das passt.“ An keiner Stelle war's zu rutschig, an keiner zu rauh.
Zahlreiche Passanten blieben beim ersten Dauerwasserlauf stehen und schauten sich das mäandernde Nass genauer an. Neugierige Kinder nahmen den Bach sogleich in Beschlag und testeten die Wasserwippe am unteren Ende – das Hin- und Herbewegen bringt eine Fontäne zum Spritzen. Das Problem mit dem Oberflächenwasser – eine Restmenge war in den Bach gelaufen – ist inzwischen behoben. Das Bächle, erklärt Planer Senner die Grundidee, beginne im oberen Bereich quasi als Wildbach „mit starker Dynamik“, der Wasserlauf werde dann filigraner und fließe zum Schluss ins symbolische Meer.
Die Belagsarbeiten in der Marktstraße werden in zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein. „Dann sind die Lücken beim Rathaus und in der unteren Marktstraße geschlossen und die Achse durchgängig,“ sagte Helmut Stingel von der Firma Stingel beim gestrigen Vor-Ort-Termin. Im Anschluss geht's in der Johann-Philipp-Palm- und in der Museumstraße weiter.
Neu auf dem Bürgerturmplatz ist die Beleuchtung der Stadtsofas, die sie des Abends zu rot leuchtenden „Ufos“ macht. In Blau erstrahlt dagegen der Eingangs-Glaskubus. Alles korrespondierend mit dem Farbenspiel der Wasserfontänen. Was noch fehlt, ist die Beleuchtung bei der Tiefgarageneinfahrt: Auch hier wird's, wie Rainer Mänder gestern scherzte, ein „blaues Wunder“ geben.
