Unternehmer sind zufrieden

Befragung durch die Wirtschaftsförderung: Großteils positive Ergebnisse

Albstadt-Ebingen, 17.09.2010 von Holger Much

Anzeige
Wirtschaftsförderer Andreas Hödl kann zufrieden sein. Eine Untersuchung bestätigt deutlich: Albstadts Unternehmer sind überwiegend zufrieden mit ihrem Standort. Dennoch gibt es noch Aufgaben.

Als „Stadt im Aufbruch“ lobte Referent Josef Rother gestern Abend die Stadt Albstadt. Der Fachmann von der GEFAK (Gesellschaft für angewandte Kommunalforschung) hat im Auftrag der Stadt eine Untersuchung über die Zufriedenheit der Albstädter Wirtschaftsunternehmen durchgeführt. Ziel, erklärte Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow, sei es, zu erfahren, wie die Wirtschaftsförderung sich noch besser auf die Unternehmen ausrichten könne und wie die Verwaltung, vor allem aber auch der Standort Albstadt von den Unternehmen gesehen würden.

Rothers ermutigendes Fazit: Die 'Stadt im Aufbruch' könne mit berechtigtem Optimismus nach vorne schauen. Denn die Albstädter Wirtschaft sei ganz offenbar motiviert, auch in Zukunft stark dazustehen. „Darauf“, schloss Rother, „können Sie bauen“.

30 Fragen wurden an 455 ausgewählte Betriebe ausgegeben, 178 Fragebögen wurden beantwortet. Ein im vergleich mit anderen Städten „enormer Rücklauf“.

Stärken sahen die Betriebe vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Technische Textilien/textile Technologien und Automotive. Positiv wurden Punkte wie Verfügbarkeit von Arbeitskräften, Angebote für Fort- und Weiterbildung und die Verfügbarkeit von Gewerbe- und Wohnflächen. Zu gering ist die Zusammenarbeit der Unternehmen mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, hier muss noch stärker zusammengeführt werden. Kritisch wurde selbstverständlich die schlechte Verkehrsanbindung gesehen, hohe Standortpreise und auch die Telekommunikations- und Datenverkehrsstruktur wurde bemängelt. Hier hakte Uli Metzger (Freie Wähler) ein. Hier erfahre man eigentlich, was man eh schon wisse, nämlich dass Albstadt im Verkehrsschatten liege. Und gerade in diesem Punkt sei man relativ machtlos.

Gerade deshalb, entgegnete der Kommunalforscher, sei es wichtig, in den Bereichen, in denen einem die Hände nicht gebunden seien, aktiv zu werden, sei dies die Verbesserung der Telekommunikations- und Datenverkehrsstruktur oder speziell die Stärkung regionaler Netzwerke. Und gerade im letzten Punkt sei man in Albstadt auf einem sehr guten Weg.

Wichtig war den Unternehmen vor allem die Beratung in Sachen Fördermittel. Auch die Imageförderung der Stadt wurde ganz oben genannt, ebenso die Bedeutung des Wirtschaftsförderers als zentrale Anlaufstelle im Rathaus. Ein Befragter nannte als wichtigen Standortfaktor sogar: „Hödl“.

Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook