Ein freundlicher Empfang
Investitur von Manfred Plog findet in der Sankt-Gallus-Kirche in Frommern statt
Balingen-Frommern, 17.09.2010
Ein Gerüst ist rund um das Haus aufgestellt, eine Klingel noch nicht vorhanden. Die Renovierungsarbeiten am Pfarrhaus in Frommern sind immer noch voll im Gange: seit Juni werden unter anderem die Fassade gestrichen, die Fenster erneuert, das Dach in Schuss gebracht. Im oberen Stockwerk ist von den Renovierungsarbeiten jedoch nichts mehr zu sehen. Auch die Zimmer sind vollständig und wohnlich eingerichtet. „Es ist erstaunlich viel passiert seit die Renovierungsarbeiten im Juni begonnen haben“, lobt der evangelische Pfarrer. Und das ist auch wichtig, denn Manfred Plog, seine Ehefrau Monique und deren beiden Kinder haben besonders viel Wert darauf gelegt, nicht „nur aus Kisten zu leben“, sondern sich so schnell wie möglich heimisch fühlen zu können. Alle haben mit angepackt, sogar einige Bürger von Frommern erklärten sich dazu bereit, beim Umzug mitzuhelfen.
„Wir wurden sehr herzlich und offen empfangen“, freut sich der neue Pfarrer über die hilfsbereiten Bürger. Er tritt in die Fußstapfen von Bernhard Schaber-Laudien, der Ende September letzten Jahres nach Ofterdingen gewechselt war. In seiner alten Kirchengemeinde Isingen ist jedoch bis jetzt noch kein Nachfolger gefunden worden. Die Befristung der Isinger Pfarrstelle auf 75 Prozent ab dem 1. November könnte dafür ein Auslöser sein.
Erste Kontakte konnte Manfred Plog bereits Anfang September bei einem Ausflug des Kirchenchors nach Leipzig knüpfen. Doch er betont auch, die Freundschaften in seiner „alten Heimat“ ebenfalls aufrechterhalten zu wollen. Der Abschied von seiner früheren Gemeinde und von den Gemeindemitgliedern fiel ihm nicht leicht, jedoch freue er sich auf die neuen Aufgaben. „Es wird wohl noch ein paar Wochen oder Monate dauern, bis wir uns vollständig eingewöhnt haben“, prognostiziert der neue Pfarrer.
In Frommern möchte er zum einen die bewährten Bräuche und Traditionen beibehalten, zum anderen aber auch neue Aspekte und Ideen ins Kirchenleben mit einbringen. So plant er beispielsweise, Familiengottesdienste an Gründonnerstag, Karfreitag und anderen Ostertagen zu feiern oder „Erwachsenenbildungen“ durchzuführen, bei denen etwa über die „Lebensfrage“ diskutiert werden kann. Durch seine therapeutische Ausbildung nimmt er seine Aufgabe als Seelsorger besonders ernst, denn so kann er auch in direkten Kontakt mit den Gemeindemitgliedern von Frommern treten. „Ich möchte nicht über der Gemeinde, sondern in der Gemeinde leben“, betont er. Mit Unterstützung seiner beiden Pfarrerkollegen Michael Hain und Ewald Ginter wird er am kommenden Samstag seinen ersten Einschulungsgottesdienst in der neuen Gemeinde abhalten. Am Sonntag folgt schließlich seine offizielle Investitur beim Gottesdienst um 10 Uhr in der Sankt-Gallus-Kirche.
