Edle Schweden in Hochglanz
Schweizer Volvo-Oldtimer-Fans auf Stippvisite in Albstadt
Albstadt-Ebingen, 16.09.2010
Der Einladung von Edgar Blepp aus Ratshausen und Jörg Hohmann aus Meßstetten von der deutschen P 1800-Gemeinschaft folgte der Schweizer Volvo-Sportclub gerne. Die 25 aufs Feinste polierten und gepflegten Karossen starteten von der „Linde“ in Ebingen zur fast 400 Kilometer zählenden „Erlebnistour“ in der Region. Sportclub-Präsident Reto Cuorad, in der Nähe von Zürich zu Hause, zeigte sich begeistert von den Eindrücken. Die Kapelle Gnadenweiler, das Schramberger Automuseum, das Nähmaschinen-Museum der Firma Mey in Lautlingen und nicht zuletzt das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum in Onstmettingen waren Station auf der dreitägigen „Spritztour“.
„Die Kameradschaft soll im Vordergrund stehen“, wie Präsident Cuorad in leichtem „Schwizerdütsch“ sagt, „...und nicht die Benzingespräche“. Die Fahrzeuge der Baujahre 1961 bis 1973 zogen ihre Kreise auf der Alb. Mit bis zu 135 PS. „Da konnten wir sogar auf den deutschen Autobahnen mal alles geben“, sagte er lächelnd. Denn das Rasen zählt nicht zu den Tugenden der 135 Mitglieder. Der Erhalt der Klassiker und vor allem die Liebe zum Detail und der Originalität, also die richtigen Radkappen oder Felgen, haben absolute Priorität bei den Volvo-Liebhabern. Zeit und Geld müssen nebensächlich sein, da bei einer große Restauration schon mal locker an die 500 Arbeitsstunden zusammen kommen können. Ein Plus innerhalb des Schweizer Clubs sei die Hilfsbereitschaft der Mitglieder untereinander.
Unter den Modellen war auch ein „P 1800 S“ zu finden, der einst als Dienstfahrzeug von Roger Moore in der englischen Krimiserie „Simon Templar“ diente. Dagegen bekamen die „ES“- Modelle mit dem freitragenden Glas-Sportheck den vergleichenden Titel „Schneewittchen-Sarg“. Bestaunt werden konnte auch ein P 1900 Cabrio, von welchem nur 67 Stück gebaut wurde.
