Bürgerinitiative lädt zum Familienfest

Protest gegen das geplante Großgefängnis um Bitzwäldle ist ungebrochen

Schömberg / Zepfenhan, 14.09.2010 von Siegfried Seeburger

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Der Protest gegen den Bau des Großgefängnisses im „Bitzwäldle“ zwischen der Rottweiler Teilgemeinde Zepfenhan und der Stadt Schömberg ist ungebrochen.

Der im Mai gegründete „Verein zur Erhaltung der Kulturlandschaft“, der die Region um Rottweil bis zum Oberen Schlichemtal umfasst, zählt nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Jochen Baumann bereits mehr als 800 Mitglieder. Der Verein, der mit der Kürzel „NAKU“ firmiert, präsentierte sich erstmals der Öffentlichkeit mit einem Info-Stand beim Stadtfest in Schömberg. Denn ein großer Teil der Mitglieder rekrutiert sich aus den Schlichemtal-Gemeinden. Mit dem gängigen Slogan „Pro Natur – Pro Mensch“ setzt sich der Verein aktiv für den Erhalt der Natur für den Menschen ein.

Dem Bau des Großgefängnisses sollen viele tausend Bäume im Bitzwäldle zum Opfer fallen. Gerade die am nächsten und damit direkt betroffenen Einwohner von Zepfenhan wehren sich massiv gegen die Baupläne. Fast an jedem Gebäude entlang der Ortsdurchfahrt macht eine Fahne an der Häuserfront auf den Widerstand aufmerksam. Am Wochenende hat der junge Verein zu einem Familien- und Kinderfest auf den Platz neben dem Gebäude der Volksbank eingeladen. Bei freundlichem Herbstwetter füllten bald zahlreiche Gäste das aufgestellte Zelt, oder sie saßen unter den großen Sonnenschirmen. Im danebenliegenden „Spittelcafe“ beschäftigten sich die Kinder mit Basteln, konnten Pony-Reiten oder einfach nur Spielen.

Der „singende Wasenwirt“ Heinz Koch und die „Giaßbachmusiker“ sorgten für ein angenehmes Rahmenprogramm. Auf einer Bilderwand dokumentierten eindrucksvolle Farbaufnahmen die reizvollen und oft versteckten Schönheiten des dem Bauvorhaben zum Opfer fallenden, großflächigen Waldstückes: ein wahres Refugium für Pflanzen, Bäume und Lebewesen. In einer Präsentation projizierten die Vereinsaktiven riesige Aufnahmen von stauenswerter Farbintensität. Es war deutlich zu spüren, dass man sich hier massiv gegen den drohenden Verlust einer intakten Kultur- und Erholungslandschaft zur Wehr setzt, und dass dabei die gesamte Region an einem Strang zieht.

Zahlreiche Besucher waren aus den Nachbarorten zu diesem Familienfest nach Zepfenhan gekommen. Man wolle mit dieser Veranstaltung auch das Gemeinschaftsgefühl in der Region wecken und die hier lebenden Menschen für den Erhalt ihrer Kulturlandschaft aktivieren, sagte der Vereinsvorsitzende Jochen Baumann in einem Gespräch.

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Am Dienstag, 28. September, um 18 Uhr findet in Rottweil die nächste Demonstration der „Bürgerinitiative gegen Großgefängnis in Rottweil“ statt. Vom „Schwarzen Tor“ will der Demo-Zug mit Trommelgetöse zum Rottweiler Rathaus ziehen.

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