Warten auf „Hector“

Entscheidung über Hochbegabten-Akademie fällt im Oktober

Balingen, 14.09.2010 von Klaus Irion

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Weiter in Geduld üben müssen sich die Verantwortlichen der Balinger Längenfeld-Grundschule in Sachen Einrichtung einer „Hector-Kinderakademie“. Die Entscheidung fällt erst im Oktober.

Bereits mit Beginn des neuen Schuljahres wollte die Balinger Längenfeld-Grundschule besonders begabten und hochbegabten Schülern, die Möglichkeit bieten, an einer „Kinder-Akademie“ zusätzlich zum normalen Unterricht Zusatzkurse in den unterschiedlichsten Fachrichtungen zu besuchen. Im Frühjahr hatte der Gemeinderat zugestimmt, dass sich die Schule um den Zuschlag für eine so genannte „Hector-Kinderakademie“ bewirbt (der ZAK berichtete mehrfach), nachdem auch klar war, dass die Zulassung der Kinder ausschließlich auf Vorschlag der Lehrer erfolgen soll. Die Stiftung war von Hans-Werner Hector, einem der früheren Chefs des Software-Konzerns SAP, ins Leben gerufen worden.

Doch während Grundschulen in anderen Landkreisen bereits erste Erfahrungen mit den Akademien gemacht haben oder dieser Tage durchstarten, steht die Längenfeld-Grundschule noch in der Warteschleife. Vom Entscheidungsträger angeforderte weitere Unterlagen wurden inzwischen an die Stiftungsverantwortlichen weitergereicht, wie eine Sprecherin des Stuttgarter Kultusministeriums gestern erklärte. Im Oktober sei nun die nächste Sitzung von Vertretern des Ministeriums und der Hector-Stiftung. „Dort wird dann auch endgültig über den Förderantrag der Längenfeldschule entschieden“, so die Ministeriumssprecherin.

Im Fall der Bewilligung würde die Akademie zum zweiten Schulhalbjahr, im Februar 2011, an den Start gehen. Als Budget stünden der Akademie 65 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die Räumlichkeiten müsste die Stadt Balingen als Schulträger und Antragssteller zur Verfügung stellen.

Die Arbeit der „Hector-Kinderakademien“ wird seit geraumer Zeit auch wissenschaftlich begleitet. Die Abteilung für Empirische Bildungsforschung und Pädagogische Psychologie des Pädagogik-Instituts der Universität Tübingen geht dabei unter anderem Fragen zur Effizienz der Akademien, zur Erreichbarkeit der Ziele, aber auch zum Aufnahme-Prozedere und zu den Förderangeboten im Allgemeinen nach.

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