Solidarität steht im Mittelpunkt

Sechstes Fest der Kulturen auf dem Marktplatz – Bunt und lebendig

Balingen, 13.09.2010

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Bunt, lebendig und natürlich friedlich, so war die Stimmung am Sonntag auf dem Balinger Marktplatz beim sechsten Fest der Kulturen.

Das Friedensnetzwerk Balingen mit Inge Simma Endriss, Wolfgang Strasser, Jean-Claude Canoine, Siegfried Kroker und Marion Zuckschwerdt als Organisatoren veranstaltete das nunmehr sechste Fest der Kulturen auf dem Balinger Marktplatz. Das Motto der Veranstaltung war „Glück“; da Glück und auch das Streben nach Glück die Menschen vereinte, so die Organisatoren. Und genau das ist auch das Ziel: die Menschen verschiedener Herkunft friedlich zu vereinen und das Miteinander zu fördern und zu erleben.

Was Glück für einen selbst bedeutet, konnte man auf kleine Zettelchen schreiben, die dann an Stellwänden ausgehängt wurden. Unterstützt wurde das Friedensnetzwerk Balingen durch die Stadt Balingen, die unter anderem beim Aufbau beteiligt war. Die Idee zu zum Fest der Kulturen geht auf den 11. September 2001 zurück, als sich der schreckliche Terroranschlag auf die Twin Towers in New York ereignete. „An diesem Tag wurden die Menschen aus der muslimischen und westlichen Welt getrennt. Wir wollen erreichen, dass dies rückgängig gemacht wird und wir wieder auf unsere Gemeinsamkeiten schauen. Wir sollten uns gegenseitig bereichern und nicht bekämpfen“, so die Organisatoren.

Dieser Trennung setzten auch zahlreiche Künstler und Gruppen aus aller Welt, zum Beispiel aus dem Iran, Afrika, Türkei, Südamerika, etwas entgegen. Ebenso Gruppen die sich mit internationalen Fragestellungen beschäftigen waren anwesend, so beispielsweise Greenpeace, der Weltladen Balingen und amnesty international.

Dieses Kultur Fest schlug nicht nur einen Spannungsbogen der alle kulturellen Gruppen vereinte, sondern auch durch die Generationen und auch die verschiedenen Kulturelen Geschmäcker durchging. Von Bauchtanz über Hip Hop bis zum klassischen Ballett war alles vertreten. So wurden die Gäste mit Shows, Musik, Tanz und natürlich multikultureller Bewirtung bestens unterhalten und versorgt. Zehn Prozent der Einnahmen gehen an das Friedensnetzwerk Balingen, damit werden zahlreiche Friedensprojekte auf der ganzen Welt gefördert.

Für das Kinderprogramm sorgte das Frauenhaus Balingen, die Jusos mit Minifußball sowie der Albverein Balingen mit einer Kletterwand. Parallel lief in der Heilig-Geist-Kirche ein Film mit dem Titel „Der Pfarrer und der Imam“.

Jugendgruppe

Schade, dass nichts von der Jugendgruppe "Gaybar-Zine" berichtet wird, welche sich auch in diesem Jahr wieder tatkräftig am Fest der Kulturen beteiligt hatten. Immerhin bemühten sich knapp 20 Junge Menschen darum einen kleinen Skatepark aufzubauen und Wände zum bemalen mit künstlerischen Graffito aufzustellen...

Es ist schön zu sehen, dass sich auch Jugendliche noch Gedanken machen und aktiv werden und vor allem den Schritt in die Öffentlichkeit wagen, was einem zugegebenermaßen in Balingen als Jugendlicher nicht gerade einfach gemacht wird.
Ingried Sauter am 17.09.2010 16:44:10
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