Die Macht des Kreisels
11.09.2010 von Dagmar Stuhrmann
Unmittelbar an der Auffahrt zur Bundesstraße gibt's in Ebingen eine Einmündung – für „Insider“: Theodor-Groz-/Kientenstraße –, bei der die bisherige Regelung übergangsweise geändert wurde. Seit ein paar Wochen ist dort der auf den Belag aufgemalte Mini-Kreisel mit gelben Markierungsstreifen überklebt: Aus dem Kreisverkehr wurde eine abknickende Vorfahrt. Wie gesagt, das Ganze ist nicht erst seit gestern so. Man könnte allerdings, wenn man sich die Zeit nehmen wollte, an dieser Stelle wertvolle Eindrücke für eine Autofahrer-Verhaltensstudie sammeln. Während die einen den schraffierten, derzeit „ungültigen“ Kreisel genussvoll-rasant überfahren, mühen sich andere ab, trotz der veränderten Regelung brav um den Kreisel herumzukurven – was sie nicht müssten, denn im Moment ist er ja „außer Dienst“. Was aber andererseits auch zeigt, dass die kleinen Rondelle nicht nur eine gewisse „Macht“ zu haben scheinen, sondern dass der Mensch einfach doch sehr oft ein Gewohnheitstier ist.
